XXXLutz

Datenschützer kritisieren Umgang mit Ladendiebstahl

Ohne Einverständnis der örtlichen Polizeibehörden hat XXXLutz Regensburg Fotos von mutmaßlichen Ladendieben, auf denen auch Kinder zu sehen waren, offen für Kunden ausgestellt. Der Vorfall rief das Bayrische Landesamt für Datenschutzaufsicht auf den Plan. Denn dieses sieht in dem Vorgehen einen eindeutigen Verstoß gegen geltendes Recht, erklärte der Leiter, Thomas Kranig, gegenüber dem Bayrischen Rundfunk. Es könne sich um einen Fall der Selbstjustiz handeln. Die Österreicher haben die Bilder jetzt wieder abgenommen. „Der Hausleitung ist inzwischen bewusst, dass dies keine geeignete Maßnahme war, um nach Ladendieben zu suchen. Dies ist Aufgabe der Polizei“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens, die dem Sender vorliegt.

Gleichzeitig betonte das Unternehmen, dass Ladendiebstähle ein großes Problem auch für den Möbelhandel darstellen. „Jedes Jahr kommt es dadurch zu Inventurverlusten in Millionenhöhe. Die Hausleitung unserer Filiale in Regensburg wollte mit den Plakataufstellern und Fotos mutmaßliche Ladendiebe ausfindig machen. Nach Aufzeichnungen unserer Überwachungskameras und laut Zeugenaussagen von Mitarbeitern hatten zwei erwachsene Kunden ein Kind dazu benutzt, um einen Zwillingskinderwagen aus unserer Babyabteilung zu stehlen. Gerade der Einsatz eines Kindes für diesen Diebstahl hat unsere Hausleitung emotional aufgewühlt“.

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