Vivonio Furniture Group

Das Ziel: 500 Mio. Euro Umsatz

Mit einem Umsatzplus von knapp 17 Prozent hat die Vivonio Furniture Group das vergangene Jahr abgeschlossen. Wie die Möbelhersteller-Gruppe mitteilte, erwirtschaftete sie mit ihren Tochterunternehmen Maja, Staud und S.C.I.A.E., vier

Mit einem Umsatzplus von knapp 17 Prozent hat die Vivonio Furniture Group das vergangene Jahr abgeschlossen. Wie die Möbelhersteller-Gruppe mitteilte, erwirtschaftete sie mit ihren Tochterunternehmen Maja, Staud und S.C.I.A.E., vier Werken und 1.200 Mitarbeitern 299 Mio. Euro (2014: 256 Mio. Euro). Seinen Wachstumskurs will das Unternehmen in den kommenden Jahren fortsetzen – auch durch Akquisitionen weiterer europäischer Möbelhersteller (siehe auch Artikel in der Januar-Ausgabe der möbel kultur).

"Materialität, Farbe und Formgebung der Möbelprodukte aus unserer Unternehmensgruppe treffen ganz offensichtlich den Zeitgeist und werden von Kunden außerordentlich geschätzt", erklärt Vivonio-Geschäftsführer Elmar Duffner. "Zudem verfügen die Unternehmen der Vivonio-Gruppe über äußerst effiziente Produktionsverfahren – allen voran im stark automatisierten Maja-Hochleistungswerk im sächsischen Wittichenau." Dort werden lackierte Kommoden und Schubladenelemente sowie Leichtbaumöbel für Ikea produziert. Am Maja-Stammsitz im oberfränkischen Kasendorf stellen die Mitarbeiter Möbel mit Melamin-Beschichtung, Raumteiler, Wandregale und Mediamöbel her.

Seine Position weiter stärken konnte auch der Schlafraummöbel-Spezialist Staud mit Sitz in Bad Saulgau. "Staud verzeichnete ein ordentliches Umsatzwachstum. Zu tun hat das vor allem mit der schlanken Produktion, einer klaren Produktfokussierung und Stauds ausgeprägter Expertise im Systemmöbel-Bau", führt Duffner fort. "Positiv für das Unternehmen hat sich auch der Boxspringbetten-Boom ausgewirkt. Der Trend lässt die Nachfrage nach Schlafzimmer-Einzelschränken steigen. Staud als Marktführer für Schwebetürenschränke profitiert davon."

Die französische S.C.I.A.E. hat sich unterdessen eine gute Ausgangsposition für weiteres Wachstum erarbeitet – insbesondere im Bereich E-Commerce "Gut zehn Prozent des Umsatzes werden mittlerweile über den Onlinehandel generiert", sagt Duffner. "Dieser Anteil soll deutlich ausgeweitet werden."

Bei Vivonio wird unterdessen erwartet, dass sich der deutsche Möbelmarkt in Zukunft noch schneller wandelt. "Der Konsolidierungstrend auf Seiten der Möbelhändler ist noch nicht zu Ende. Wir gehen deshalb davon aus, dass es auch unter den Herstellern zu weiteren Konsolidierungen kommt, um Synergiepotenziale zu heben, die Effizienz der Produktionsverfahren zu steigern und weitere Kostenvorteile zu realisieren", betont der Vivonio-CEO. "Wir streben mittelfristig einen Gruppenumsatz von bis zu 500 Mio. Euro an und wollen dieses Ziel auch durch Zukäufe erreichen. Teil unserer Strategie ist es dabei, den eigenständigen Markenauftritt unserer Tochterunternehmen beizubehalten, deren Image und Marktposition zu stärken und ihnen zusätzliche Märkte zu erschließen. Ich denke, wir können hier für viele deutsche und europäische Möbelhersteller attraktiv sein."