HDE-Präsident Josef Sanktjohanser

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser

HDE

Das sind die Forderungen des Handels zur Europawahl

Der Vorstand des Handelsverbandes Deutschland (HDE) beschloss gestern in Berlin die Forderungen des deutschen Einzelhandels zur im Mai anstehenden Europawahl. Im Zentrum stehen dabei der konsequente Ausbau des Binnenmarktes und ein fairer Rahmen für die Digitalisierung der Branche.

„Die anstehenden Europawahlen sind eine Richtungswahl. Wir stehen am Scheideweg zwischen dem Ausbau von Kooperation und einer zunehmend konfrontativen Politik“, betonte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Für den Handel müsse es darum gehen, die Europäische Union als Werteunion für Frieden, Freiheit, sozialen Zusammenhalt und Rechtsstaatlichkeit zu stärken und ihrer Aushöhlung entgegen zu treten. Denn der freie Handel und der gemeinsame Binnenmarkt seien für die Branche von existenzieller Bedeutung.

„Ein Großteil der für den Handel relevanten nationalen Gesetzgebung geht heute auf europäische Verordnungen und Richtlinien zurück“, verdeutlichte der HDE-Präsident die große Rolle der Brüsseler Entscheidungen. Dabei bleibe aus wirtschaftlicher Sicht die Vollendung des europäischen Binnenmarktes die wichtigste und größte Aufgabe für Europa. Um das volle wirtschaftliche Potenzial der EU ausschöpfen zu können, müssten bestehende innereuropäische Hindernisse wie beispielsweise protektionistische Tendenzen in einzelnen Staaten oder unterschiedliche Verbraucherschutzstandards beseitigt werden.

Zudem sieht der HDE Handlungsbedarf, für annähernd gleiche und somit faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den Unternehmen zu sorgen. So müsse sichergestellt werden, dass Produkte, die von Händlern außerhalb der EU über Online-Marktplätze und Plattformen an Kunden innerhalb der EU verkauft werden, den hiesigen strengen Produktsicherheitsanforderungen entsprechen. Ansonsten sind einheimische Händler, die sich an die in der Umsetzung kostspieligen Vorgaben halten, im Nachteil. Beim Datenschutz setzt sich der HDE für eine ausgewogene Balance zwischen berechtigten geschäftlichen Interessen und dem Verbraucherschutz ein.

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