imm cologne

Das Profil der Halle 11 wird geschärft

Im Zuge der konzeptionellen Weiterentwicklung ­­des Design-Segments "Pure" läuft die Halle 11 der "imm cologne" 2019 erstmals unter dem Namen "Pure Atmospheres". ­Wir ­haben bei Dick Spierenburg, Creative Director der "imm cologne", nachgefragt, was die Koelnmesse dort genau plant und welche spannenden Neuerungen die Besucher ­darüber ­hinaus im Januar erwartet. 

möbel kultur: Die Aussichten für die "imm cologne 2019" sind erneut sehr gut. Dennoch haben Sie als Creative Director der Messe mit "Pure Atmospheres" eine konzeptionelle Weiterentwicklung des Design-Segments in Angriff genommen. Was genau steckt hinter der Neuausrichtung der Halle 11 unter dem Namen "Pure Atmosphere", was dürfen die Aussteller und Besucher erwarten?

Dick Spierenburg: Wir wollen die Halle 11 sowohl für die Aussteller als auch für die Besucher attraktiver machen und gleichzeitig deren Profil schärfen. Der Name spiegelt dabei den Geist dieser Halle wider, der durch die ganzheitlichen Einrichtungs­konzepte der Aussteller geprägt ist und den wir in der Zukunft mit unserem Kreativ­konzept stärker akzentuieren wollen. "Pure Atmospheres" heißt für uns „Raum-­Erlebnis“. Die Neuausrichtung steht also für noch mehr Inspiration und Emotion. In der traditionell mit starken Design-Marken besetzten Halle wollen wir die Aufenthaltsqualität verstärken und die Messearchitektur auflockern: Durch ­offenere Fassaden, eine luftigere und hellere Gestaltung der Gänge lädt "Pure Atmospheres"’ zum Flanieren und Schauen ein. Die Einführung von Trend-Inszenierungen und ein exklusives Gastronomie-Konzept im Herzen der ­Halle 11.3 akzentuiert zusätzlich den neuen Erlebnis­-Charakter.

möbel kultur: Die Plattform "Pure Editions" in den ­Hallen 2.2, 3.1, 3.2 hat sich in den ­vergangenen Jahren bestens etabliert. Wird es auch hier Neuerungen geben?
Dick Spierenburg: "Pure Editions" ist erfolgreich, weil die Aussteller auf kompakten, offenen Flächen ihre kreativen Produkt- und Einrichtungsideen zeigen. Dazu gibt es ein spannendes Layout der ­Halle mit Event-Räumen und abgestimmten ­Service-Bereichen. Zwei Aspekte fallen 2019 auf: Zum einen werden in den ­Hallen 2.2 und 3.2 hochkarätige Erstaussteller zu finden sein, darunter Fritz Hansen, Dedon, Knoll International und Montis. Und zweitens widmen wir – was mich sehr freut – die Halle 3.1 erstmalig völlig dem Thema "Pure Editions". So wird der Besuch von "Das Haus" und "The Stage" neben dem  jungen, frischen Ausstellerangebot ebenfalls zu einem echten Erlebnis.

arcade: Für das kommende "Das Haus – Inte­riors on Stage" konnten Sie das australische Studio Truly Truly als Guest of Honour ­gewinnen. Was gab den Ausschlag für dieses junge, noch nicht so bekannte Design-Duo?

Dick Spierenburg: Wir wollen uns genauso wie unsere Besucher überraschen lassen. Deswegen waren wir auf der Suche nach Kreativen, die im Kommen sind, in Ländern und auf Kontinenten, die bisher noch nicht vertreten waren. Als wir die australische Designszene untersuchten, sind uns Kate & Joel Booy gleich aufgefallen. Ihr tiefes Nachdenken über Materialität und Verwendungsmöglichkeiten in Kombina­tion mit ­einer eigenen, ästhetischen Handschrift haben uns überzeugt, dass "Das Haus" bei Truly Truly in guten Händen sein wird. Ich bin mir sicher, dass auch der interdisziplinäre, multikulturelle Hintergrund eine faszinierende Auswirkung haben wird.

arcade: Was wird aus Ihrer Sicht besonders ­spannend an dem Entwurf der beiden? Denken Sie, dass die beiden nach den vielen tollen Entwürfen der letzten Jahre noch einen neuen Ansatz entwickeln werden?

Dick Spierenburg: Die Herangehens­weise aller Designer, die bisher eine Version vom Haus entworfen haben, war sehr unterschiedlich. Für uns ist das ein wichtiger Ausgangspunkt. Wir brauchen neues ­Denken, Neugierde, Diskussion. Bei Truly Truly ist das nicht anders. Hinter dem Entwurf ­stehen ganz persönliche Gedanken und Ideen zum Leben und Wohnen. In Stimmungen statt rein in Funktionen ­gedacht führt das zu anderen räumlichen Strukturierungen. "Das Haus 2019" wird konzeptio­nell und visuell stark und spannend sein und viel Stoff zum Nachdenken geben.

Die Fragen stellte Brit Dieckvoss

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