Klausner
“Das Land NRW verhält sich unaufrichtig”
"Es war und ist nie Ziel unseres Unternehmens gewesen, unserer Branche 'das Wasser abzugraben'. Unsere eigenen Wurzeln liegen in der lokalen Sägewerks- und Waldbauernwirtschaft und wir fühlen uns dieser Herkunft
"Es war und ist nie Ziel unseres Unternehmens gewesen, unserer Branche 'das Wasser abzugraben'. Unsere eigenen Wurzeln liegen in der lokalen Sägewerks- und Waldbauernwirtschaft und wir fühlen uns dieser Herkunft verbunden."
So äußert sich Klausner in einer Veröffentlichung zu der Auseinandersetzung mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der harschen Kritik diverser Sägewerke.
Es sei unumgänglich geworden, um gerichtliche Hilfe zu bitten. Der Vertragspartner, das Land NRW, habe Verträge gebrochen, obwohl deren Wirksamkeit zwischenzeitlich richterlich festgestellt wurden."Dadurch wurde und wird unserem Unternehmen ein erheblicher wirtschaftlicher Nachteil zugefügt. Allein schon im Interesse unserer rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an zwei bedeutenden Standorten in Deutschland bleibt unserem Unternehmen keine Wahl, Ausgleich für die entstandenen Nachteile zu suchen und uns gegen den Rechtsbruch zu wehren."
Zudem wirft Klausner dem Land NRW vor, neue Lieferverpflichtungen mit Dritten einzugehen, die die vertragsgemäße Erfüllung seiner Ansprüche vereiteln.
Auch weist das Unternehmen darauf hin, dass die damals vereinbarten Preise für die Holzlieferungen höher als die zu dem Zeitpunkt üblichen Konditionen waren. Darüber hinaus habe man einerseits den Landesbetrieb Forst und andererseits die Waldbauern in einer schwierigen Situation unterstützt. Gleichwohl wäre das Land einige Zeit später vertragsbrüchig geworden und auch eine Kündigung hat es nicht gegeben. Dies bestätigen die bisherigen Gerichtsurteile in zwei Instanzen.
Weiter heißt es in der Stellungnahme: "Wir haben immer das Gespräch gesucht, leider erfolglos. Das Land verweigert zum Beispiel die Lieferung der seit Beginn des Jahres 2010 aufgelaufenen vertraglichen Holzmengen, ohne Alternativen aufzuzeigen, wie dieser Komplex nach den Vorstellungen des Landes gelöst werden soll."
Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung sei nicht gegen die Sägewerkswirtschaft oder die Waldbauern gerichtet. Es gehe allein um das für Klausner unannehmbare Verhalten des Landes Nordrhein-Westfalen: "Trotz eindeutiger Urteile der angerufenen Gerichte ist unser Vertragspartner dabei, eine Situation zu schaffen, die das Beheben des Vertragsbruches und seiner Folgen auch für die Zukunft nochmals erschwert. Wir halten es für unaufrichtig, wenn der Verursacher des Vertragsbruches, nämlich das Land NRW, offensichtlich versucht, zu suggerieren, unser Unternehmen sei dafür verantwortlich, wenn zukünftig keine Lieferungen mehr erfolgen. Die Lösung liegt einzig und allein in der Hand des Landes. Es wäre gut und sicher auch zielführend, wenn alle Beteiligten gemeinsam nach einem Weg suchen, eine für alle tragbare Lösung zu erreichen. Unser Unternehmen ist und war immer offen dafür."

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