Otto Group
Das Jahr des Umbruchs
Nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2014/2015 hat die Otto Group im vergangenen Jahr den Turnaround geschafft, wie der Vorstandsvorsitzende Hans-Otto Schrader auf der heutigen Pressekonferenz in der Hamburger Konzernzentrale erklärte. Der
Nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2014/2015 hat die Otto Group im vergangenen Jahr den Turnaround geschafft, wie der Vorstandsvorsitzende Hans-Otto Schrader auf der heutigen Pressekonferenz in der Hamburger Konzernzentrale erklärte. Der Umsatz legte um 5,4 Prozent auf 12,1 Mrd. Euro zu. Der maßgebliche Gewinn vor Steuern (EBT) konnte von 44 auf 187 Mio. Euro verbessert werden. Damit wurde das Ziel erreicht, operativ wieder in die Gewinnzone zu kommen. Getrübt wird die Erfolgsbilanz lediglich durch die enttäuschende Umsatzentwicklung und die erneut hohen Verluste des Versenders 3Suisses. Die Handelsaktivitäten der französischen Unternehmensgruppe wurden zum Verkauf gestellt. In Summe führten die Belastungen zu einem bilanziellen Jahresfehlbetrag in Höhe von 190 Mio. Euro.
Besonders dynamisch entwickelte sich dagegen erneut das Online-Geschäft der Otto Group. Weltweit legte der E-Commerce-Umsatz um 8,8 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro zu und bestätigte damit die starke Stellung der Gruppe als einer der weltweit größten Onlinehändler. In Deutschland konnten die Onlineumsätze um 12,3 Prozent oder 500 Mio. auf 4,6 Mrd. Euro gesteigert werden.
Die Logistik- und Dienstleistungsaktivitäten des Segmentes Service, das durch die Hermes-Gruppe dominiert wird, wuchsen kräftig um 15,3 Prozent von 1,6 auf 1,8 Mrd. Euro. Das Wachstum wurde erneut stark durch die Hermes-Aktivitäten in Großbritannien getrieben, aber auch in Deutschland legte Hermes deutlich zu.
Für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 gibt Hans-Otto Schrader einen positiven Ausblick: „Die Dynamik unserer Geschäfte und die wachsende Zahl von neuen Kundinnen und Kunden machen uns zuversichtlich, dass wir im laufenden Geschäftsjahr den Gesamtumsatz der Otto Group um vier Prozent auf vergleichbarer Basis steigern und die Ergebnissituation weiter verbessern können.“
Die heutige Pressekonferenz diente auch als Rahmen für den Stabwechsel von altem und neuem Vorstandsvorsitzenden. Alexander Birken übernimmt ab Januar 2017 das Amt von Hans-Otto Schrader, der dann in den Aufsichtsrat wechselt. Birken will die Digitalisierung des Konzerns weiter vorantreiben und gab als Devise "Kontinuität im Wandel" aus – ganz so wie es sich für ein hanseatisches Unternehmen gehört.

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