Quelle

Das endgültige Aus, aber Küchen weiter im Verhandlungspool

Montag Arcandor, Dienstag Karstadt und gestern nun die dritte Gläubigerversammlung zu Quelle. Diese bot allerdings keine wirkliche Überraschung. Mangels Investoren für das Kerngeschäft der Versandhaussparte blieb den Gläubigern keine andere Wahl, als sich in das endgültige Aus und auch den Verzicht ausstehender Gelder zu fügen. Nur 82 der ursprünglich 3337 angemeldeten Gläubiger sollen in die Essener Gruga-Halle gekommen sein. "Die meisten haben wohl aufgegeben," zitiert der "Tagesspiegel" einen Lieferanten von Kaminöfen angesichts der unsicheren Aussichten, die offenen Rechnungen bezahlt zu bekommen. Nicht zuletzt wegen der angemeldeten Masseunzulänglichkeit und der Tatsache, dass 40 Prozent der Quelle-Kunden Ratenkauf in Anspruch genommen hatten. Bis über 2012 hinaus könnte sich die Feststellung des Bestandsvermögens noch hinziehen, so wird geschätzt. Insgesamt sind 10.000 Gläubiger betroffen. Das Gesamtvolumen der Schulden ebträgt 1,7 Milliarden Euro.

Wie gestern Pressesprecher Thomas Schulz gegenüber möbel kultur online nochmals bestätigte, sei der Insolvenzverwalter jedoch weiterhin in Verkaufsgesprächen hinsichtlich der Sparte Küchen-Quelle. Nach vorübergehenden Irritationen wegen der Namensrechte - Küchen-Quelle wurde offiziell nicht an Otto verkauft - laufen die Verhandlungen aktuell auf Hochtouren. Es gebe noch mehrere heiße Kauf-Kandidaten. Die Entscheidung werde wohl in Kürze fallen.

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