HDE

Dämpfer in der Verbraucherstimmung

Die Verbraucherstimmung hierzulande hat sich zum Jahresstart spürbar eingetrübt. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Im Vergleich zum Vormonat verringert sich die Anschaffungsneigung und für

Grafik: HDE

Die Verbraucherstimmung hierzulande hat sich zum Jahresstart spürbar eingetrübt. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Im Vergleich zum Vormonat verringert sich die Anschaffungsneigung und für die kommenden Monate deutet sich eine Verlagerung vom Konsumieren hin zum Sparen an. Die Verbraucher:innen planen, mehr zu sparen und ein Finanzpolster aufzubauen. „Mit Blick auf den privaten Konsum ist daher kein größeres Wachstum in Sicht“, so das Barometer.

Etwas eingetrübt haben sich im Vormonatsvergleich auch die Konjunkturerwartungen der Verbraucher:innen. Allerdings zeigen sie sich in Bezug auf die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung optimistischer als noch vor einem Jahr. Auch angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl scheinen sie davon auszugehen, dass eine konjunkturelle Erholung noch etwas auf sich warten lassen wird. Deutlich pessimistischer als im Vormonat fallen die eigenen Einkommenserwartungen aus. Die Verbraucher:innen rechnen nicht damit, dass ihr verfügbares Einkommen in den kommenden Wochen merklich zunehmen wird. „Hintergrund dürfte unter anderem die weiterhin angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt sein“, betont der HDE.

Für 2025 besteht die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung. Die Verbraucher:innen gehen jedoch davon aus, dass sich die erhoffte Trendwende verzögern wird. Das HDE-Konsumbarometer startet somit ähnlich gedämpft in das neue Jahr wie schon im Vorjahr. Anstehende politische Ereignisse wie die Bundestagswahl mit anschließender Regierungsbildung sowie die Auswirkungen des Machtwechsels in den USA sorgen für Unsicherheit, die auch auf den Konsum durchschlägt. „Ohne spürbare Impulse beim privaten Konsum fehlt nach dem Jahreswechsel ein wichtiger Wachstumstreiber für die Gesamtwirtschaft“, erklärt der HDE abschließend.