Die Ausbreitung des Coronavirus ist höhere Gewalt und damit gehen die gestiegenen Logistikkosten zu Lasten der Auftraggeber.

DSLV Bundesverband Spedition und Logistik

Coronavirus treibt Logistikkosten in die Höhe

Die Coronavirus-Epidemie fällt unter höhere Gewalt. Deshalb sind höhere Logistikkosten von den Auftraggebern zu tragen, so die rechtliche Einschätzung des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik, der auch auf die zunehmend negativen Auswirkungen auf internationale Lieferketten durch die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus hinweist. Zudem führen die behördlichen Anordnungen zu verlangsamten Zollabfertigungen und zeitlichen Verzögerungen.

Verschärft wird die Situation durch die Streichung sämtlicher Passagierflüge der Lufthansa und weiterer Airlines nach China (Festland). Die verknappen den verfügbaren Frachtraum um mehr als die Hälfte, da hierdurch die Bellykapazitäten (Fracht im Passagierflugzeug) wegfallen. Derzeit können deutsche Spediteure die Einschränkungen durch Umbuchungen und Neudispositionen der Luftfracht noch teilweise ausgleichen, allerdings zu höheren Frachtkosten für den Verlader.

„Durch die Kapazitätsbeschränkungen steigen die Raten in der See- und Luftfracht derzeit, so dass die verladende Wirtschaft mengen- und destinationsabhängig mit Zusatzkosten für den Warenverkehr rechnen muss“, schätzt DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster die Lage ein. „Unsicherheiten bestehen vor allem durch die kurzfristigen Anordnungen der chinesischen Behörden, die in weiteren regionalen Produktionsstopps und schließlich in einer andauernden Exportschwäche Chinas münden können. Hier müssen deutsche Logistikdienstleister punktuell sehr flexibel sein. Am Ende steht aber auch die Sicherheit der eigenen Mitarbeiter vor Ort im Vordergrund.“

 

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