Matthias Pollmann zur LivingKitchen 2021

„Connect“ wird die Trumpfkarte

Die IFA Special Edition und auch der Küchenherbst in OWL haben gezeigt, dass Messen auch in Corona-Zeiten möglich sind – allerdings in anderem Format und unter anderen Vorzeichen. Das nächste große Küchenevent ist die „LivingKitchen“. In einem Statement gegenüber derkuechenprofi.de gab Koelnmesse-Bereichsleiter Matthias Pollmann einen Ausblick auf die Küchenmesse 2021.

Herr Pollmann, wie bewerten Sie das neue Nebeneinander von On- und Offline-Messen mit Blick auf die eigenen Veranstaltungen im Januar 2021? Welches Fazit ziehen Sie daraus – insbesondere für die LivingKitchen 2021?
Matthias Pollmann: Messen schaffen einen Raum und eine Begegnung, die sich virtuell so nicht abbilden lässt. Das war für mich persönlich die Lehre aus der IFA Präsentation. Die geballte Energie, die sich entfaltet, wenn sehr viele Menschen für kurze Zeit zusammentreffen und der unmittelbare, persönliche, emotionale Austausch das ist für mich Messe. Wir alle wollen doch erleben, wie es ist, die Dinge wieder anfassen und dem Gegenüber dabei in die Augen schauen zu können – das geht im Übrigen auch gut mit anderthalb Metern Abstand. Allerdings stehen auch wir vor der zentralen Herausforderung die Besucher zu erreichen, die wegen der Pandemie nicht nach Köln reisen können oder wollen. Deshalb bieten wir Ausstellern, Besuchern und Presse einen zusätzlichen, digitalen Kanal an. So erreichen wir nicht nur ein breites Spektrum an Besuchern, sondern erweitern auch die Präsentionsmöglichkeiten der Aussteller.

Das Corona-Problem verschärft sich gerade und wird im Januar noch nicht vorbei sein: Auf was bereiten Sie sich organisatorisch vor?
Matthias Pollmann: Wir bei der Koelnmesse glauben fest daran, dass mit unserem Hygiene- und Sicherheitskonzept #B-SAFE4business und mit einer optimistischen Herangehensweise Messen möglich sind. Diese Einstellung teilen viele nationale und internationale Aussteller und Besucher mit uns. Sie freuen sich auf einen emotionalen Höhepunkt der Branche zum Networken – auch wenn allen klar ist, dass im nächsten Jahr vieles anders sein wird. Dennoch ist es unser Ziel und unser Anspruch auch in diesem Übergangsjahr zu gewährleisten, dass eine Plattform geschaffen wird, wo sich die Branche trifft, wo sie die neuen Konzepte bespricht, Impulse in den Markt sendet und wo sie vor allem Business macht.

Wird sich auch am Konzept der LivingKitchen etwas ändern?
Matthias Pollmann: Ein USP der LivingKitchen und der imm cologne war immer, dass hier Geschäft gemacht oder angebahnt wurde. Deshalb fokussieren wir in allem, was wir in Richtung der Messen 2021 tun, auf das Thema Business. Dazu gehört auch, dass wir mit Connect eine neue Themenwelt schaffen werden. Connect präsentiert nicht nur zukunftsweisende Geräte-Technik und smarte Anwendungen zur Vernetzung der Küche und des Hauses – das neue Messekonzept ist auch die Schnittstelle zu den Branchen Energiemanagement, Mobilität, Logistik, Telekommunikation, Healthcare, Technologie und Kultur. Sie verbinden sich über die Digitalisierung mit unserem Zuhause und der Art und Weise, wie wir es gestalten.  Für die inspirierenden Momente des Messeerlebnisses sorgt neben den News der ausstellenden Unternehmen die Future Kitchen, die im nächsten Jahr von dem deutschen Designer, Stefan Diez gestaltet wird. So bin ich mir sicher, dass die kommende LivingKitchen dem Anspruch einer ganzheitlichen Darstellung der Themenwelt Küche und Kochen, Wohnen und Leben abbilden wird.

Es gibt noch wenig offene Bekenntnisse zu einer Messe-Teilnahme. Wie ist die bisherige Resonanz der Aussteller aus Ihrer Sicht?
Matthias Pollmann: Wir sind noch mitten in der Ausstellerakquise. Im Bereich der Küchenmöbel sind wir auch sehr zuversichtlich, dass wir dort ein sehr gutes Angebot präsentieren können. Für den Bereich der E-Geräte müssen wir aber leider feststellen, dass sich aufgrund der herrschenden Rahmenbedingungen die Situation als schwierig darstellt. Leider zeichnet sich der Trend der letzten Jahre auch für 2021 ab. Wir werden jetzt unsere Gespräche aber nochmals intensivieren. Im November werden wir dann wissen, wie die Messe genau aussieht. Am Ende gilt hier aber: „You make it possible – we make it happen. “

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