Passanten-Frequenz

City-Lagen ziehen an

Das Einkaufen auf der grünen Wiese verliert mehr und mehr seinen Reiz. Die Konsumenten bevorzugen den Erlebnischarakter von Top-Innenstadtlagen. So das Ergebnis des auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Beratungsunternehmen Kemper's Jones Lang

Das Einkaufen auf der grünen Wiese verliert mehr und mehr seinen Reiz. Die Konsumenten bevorzugen den Erlebnischarakter von Top-Innenstadtlagen. So das Ergebnis des auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Beratungsunternehmen Kemper's Jones Lang LaSalle, das jährlich die Passantenströme in Deutschlands 170 wichtigsten Einkaufsstraßen untersucht. Dabei weist München mit vier Einkaufsstraßen die meisten Hochfrequenzlagen unter den Metropolen auf. Doch bei den Luxus-Boulevards hat Düsseldorf die Nase vorn: Hier bleibt die Königsallee mit großem Abstand die bestbesuchte Meile dieser Art.
"Die Passantenfrequenz ist eine Momentaufnahme mit hoher Aussagekraft für die Standortqualität", ist sich Gerhard K. Kemper, Geschäftsführer der Kemper's Jones Lang LaSalle Retail GmbH, sicher. Nachhaltige Frequenz-Veränderungen beeinflussen den erzielbaren Umsatz der Einzelhändler und wirken sich in Folge auf die Mietnachfrage und -höhe aus. "Nicht umsonst weisen die Rankings nach Passantenzahlen und Miethöhe erhebliche Übereinstimmungen auf", so Kemper.
Gleichzeitig verzeichnet der Immobilienverband Deutschland (IVD) zum ersten Mal seit Mai 2001 im bundesweiten Durchschnitt wieder steigende Mietpreise für 1a-Einzelhandelsflächen. "Das ist ein sichtbares Zeichen für einen anziehenden Markt", erklärt IVD-Vizepräsident Jürgen-Michael Schick. "Die Konsumenten sind sich einig: Sie bevorzugen die Top-Innenstadtlagen für ihre Shoppingtouren. Einkaufen auf der grünen Wiese oder in unattraktiven Randgebieten verliert immer mehr seinen Reiz."
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