Hat unter dem Namen Eschebach Neues vor: Christoph Fughe.

Störmer

Christoph Fughes neuer Deal

Mit Wirkung ab Oktober übernimmt die Eschebach GmbH & Co. KG im Rahmen eines Asset-Deals als rechtlich und wirtschaftlich selbständige Einheit das Anlagevermögen sowie die Maschinen der ehemaligen Brinkmeier-Fertigung in Rödinghausen.

Mit nüchternen Worten beschreibt eine Pressemitteilung die jüngste Neuigkeit von Störmer-Gesellschafter Christoph Fughe und Co. Überraschend ist dabei weniger die Übernahme des Brinkmeier-Werkes, das Störmer schon während der Insolvenzabwicklung von Brinkmeier zur Ergänzung eigener Kapazitäten für die Arbeitsplatten- und Korpusfertigung genutzt hatte, als vielmehr die Wiedergeburt des Namens Eschebach.

Hinter Eschebach Küchen steckt eine langjährige Tradition, die bereits 1867 mit der Gründung in Dresden begann und auch zu DDR-Zeiten fortgeführt wurde. Nach der Wende konnte sich das sächsische Unternehmen allerdings nicht gegen die westdeutsche Konkurrenz durchsetzen und musste nach dreimaliger Insolvenz aufgeben. "Da der Name Brinkmeier nicht mehr zur Verfügung stand, brauchten wir einen neuen. Und mit Eschebach haben wir die wohl älteste Küchenmarke Deutschlands, mit der wir in asiatischen Märkten nicht nur die gefragte deutsche Herkunft, sondern auch noch Historie bieten können." So erklärte Fughe heute gegenüber moebelkultur.de die Hintergründe und zugleich die Vertriebsziele. Wobei neben den Exportabsichten auch andere Möglichkeiten in Planung sind, u. a. der Ausbau der Onlineaktivitäten, wie sie kürzlich mit dem Internet-Tool Kitchenclick beim Portal Küchen-Atlas gestartet sind. Wichtig sei auf jeden Fall gewesen, den jüngsten Deal völlig von Störmer Küchen in Enger zu trennen.

Mit Eschebach habe sich Fughe schon seit längerem im Rahmen eines Modulküchen-Konzepts gedanklich beschäftigt. Mitgesellschafter der neuen Firma sind neben Fughe zu gleichen Teilen Michael Otto (auch Minderheitsgesellschafter von Störmer) sowie Störmer-Geschäftsführer Stefan Hofemeier. Künftig wird der Name mit neuem Logo unter der Unterzeile "German Kitchen since 1867" wiederbelebt - allerdings nur im Ausland. Interessant sei das Werk in Rödinghausen, das immerhin bis zu 3.000 Schränke pro Tag produzieren kann, aber auch für diverse Auftragsarbeiten. Die moderne Maschinenstraße mit vollautomatisierter Logistik, die vor allem auf große Mengen mit geringer Typenvielfalt ausgelegt ist, biete sich beispielsweise auch für Kooperationen mit Fremdfirmen im Bereich der Versender bzw. Online-Portale an. Derzeit arbeiten nur sechs Störmer-Mitarbeiter in Rödinghausen. Bis zum dritten oder vierten Quartal 2015 werde es laut Fughe wohl noch dauern, bis sich die neue Investition (deren Höhe nicht genannt wird) auch vom Umsatz her mit Leben füllt.

Diese Seite teilen