Cesar Cucine

Unternehmen wieder vollständig in Familienhand – Wechsel an der Spitze

Der italienische Küchen- und Möbelhersteller Cesar stellt die Weichen für die Zukunft: Das Unternehmen wird fortan allein von Gina Cester geleitet und befindet sich damit wieder vollständig im Besitz der Gründerfamilie. Parallel dazu wurde Maurizio Vianello zum General Manager ernannt. Für das abgeschlossene Geschäftsjahr verkündet Cesar Cucine solide Zahlen – und will demnächst neben Küche, Living und Dining auch ins Badgeschäft einsteigen.

Gina Cester (li.) und Maurizio Vianello (re.)
Gina Cester (li.) und Maurizio Vianello sind die Gesichter an der Spitze des Küchen- und Möbelherstellers Cesar Cucine aus Italien. (Foto: Cesar Cucine)

Cesar Cucine: Gina Cester als Alleinverwalterin und CEO

Nach dem Tod des langjährigen Partners Michele Dalla Libera wurden dessen Unternehmensanteile an Gina Cester, CEO und Alleinverwalterin, übertragen. Damit kehrt Cesar zu einer 100-prozentigen Familienführung zurück – ein Schritt, der für Stabilität und Kontinuität sorgen soll.

Gina Cester ordnet die jüngsten Ereignisse ein und dankt Dalla Libera posthum: „Alles, was wir im vergangenen Jahrzehnt erreicht haben – auch dank seines Beitrags – verdient nun einen neuen strategischen und organisatorischen Impuls.“ Demnach bilde die neue, klare Eigentümerstruktur die Grundlage, um strategische und organisatorische Impulse weiter voranzutreiben.

Neuer General Manager für nächste Entwicklungsphase

Zum 2. März 2026 hat Maurizio Vianello die Position des General Managers übernommen. In seiner Funktion verantwortet er künftig bereichsübergreifend die Bereiche Operations, Vertrieb und Finanzen und berichtet direkt an Gina Cester.

Vianello bringt internationale Erfahrung aus der Design-, Haushaltsgeräte- und Foodservice-Branche mit. Seine Aufgabe soll demnach die gezielte Investition in Produktentwicklung und Technologie sein, um die Marktposition des Herstellers weiter auszubauen.

Stabile Märkte – wachsender Exportanteil

Im Geschäftsjahr 2025 zeigte sich Cesar in seinen Kernmärkten stabil. Nordamerika, für rund 15 Prozent des Umsatzes verantwortlich, entwickelte sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen konstant. Auch Europa (ohne Italien) blieb mit etwa 30 Prozent Umsatzanteil auf Vorjahresniveau. Das Gesamtexportgeschäft beziffert Cesar Cucine mit rund 60 Prozent.

Ausbau von Sortiment und Geschäftsfeldern

Neben der Internationalisierung treibt Cesar auch die Erweiterung seines Portfolios voran. Neue Produktkategorien wie Living- und Dining-Möbel machen demnach inzwischen rund 20 Prozent des Angebots aus und stärken den Anspruch als ganzheitlicher Einrichtungspartner. Zudem gewinne das Projektgeschäft (Contract) zunehmend an Bedeutung und trage zur Diversifizierung der Umsätze bei.

Für die kommenden Monate steht unter anderem die Modernisierung und Erweiterung des Flagship-Stores in Mailand im Zuge der nächsten Milan Design Week an. Darüber hinaus kündigt Cesar den Einstieg in neue Produktsegmente an – darunter erstmals eine Badkollektion.