Alno

Bundesweite Razzia wegen Verdacht der Insolvenzverschleppung

Der Krimi um Alno geht weiter: Wie das „Handelsblatt“ und die „Süddeutsche Zeitung“ übereinstimmend online berichten, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart am heutigen Dienstag in mehreren Bundesländern Geschäftsräume und Wohnungen durchsuchen

Der Krimi um Alno geht weiter: Wie das „Handelsblatt“ und die „Süddeutsche Zeitung“ übereinstimmend online berichten, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart am heutigen Dienstag in mehreren Bundesländern Geschäftsräume und Wohnungen durchsuchen lassen. Es ging dabei um den Verdacht der Insolvenzverschleppung und des Betruges. Ermittelt wird gegen zwölf ehemalige Vorstände und Manager der Alno AG sowie ehemalige und aktive Geschäftsführer von Tochterunternehmen. Insgesamt vier Staatsanwälte und mehr als 100 Einsatzkräfte der Polizei sollen dabei zum Einsatz gekommen sein. Durchsucht wurden Geschäftsräume von Alno und bei sechs Tochtergesellschaften in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. Auch mehrere Privatwohnungen wurden nach Unterlagen und Datenträgern durchforstet, heißt es.

Insolvenzverwalter Martin Hörmann habe bereits im Januar am Rande einer Gläubigerversammlung in Hechingen angedeutet, dass die Alno AG wohl schon viel früher zahlungsunfähig gewesen sein könnte, und zwar bereits Ende 2016 oder sogar schon 2013 – das hänge von der Rechtsprechung ab.

Inzwischen hat Hörmann die Alno-Tochter Pino im Oktober an Nobilia verkauft. Kurz vor Weihnachten 2017 stieg die britische Investment-Gesellschaft Riverrock ein und erwarb die Reste des Unternehmens. Geschäftsführer Andreas Sandmann hat bereits seine Arbeit aufgenommen, die Marke neu zu positionieren. „Wir sind ein Start-up mit Erfahrung“, betonte Sandmann am 15. März gegenüber „moebelkultur.de” den Status der Neuen Alno GmbH. Immerhin: Die ersten Küchen sind erfolgreich vom Band gelaufen und auch die Auftragslage macht Hoffnung. Jetzt bleibt abzuwarten, was die Staatsanwälte noch ans Licht holen.