Küchen Aktuell

Braunschweiger Zentrale für die Zukunft aufgerüstet

14 Mio. Euro hat Fachmarkt-Filialist Küchen Aktuell investiert, um seinem Stammsitz in Braunschweig-Stöckheim einem Update zu unterziehen und zugleich die strukturellen Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu schaffen. So wurde in elf Monaten vis à vis zum alten Gebäude (das zuletzt im Jahr 2000 erneuert wurde) ein Neubau errichtet, der nicht nur über eine auf 5.000 qm erweiterte Ausstellung verfügt, sondern gleich nebenan auch über ein großes Konferenz- und Schulungszentrum, in dem künftig für alle deutschen Filialen der Nachwuchs für Verkauf und Management ausgebildet wird.

"Hier erwartet Sie die kompetenteste Küchenschau Europas" verspricht gleich neben der typischen Eingangsrotunde ein Großplakat. Und in der Tat hat das jüngste Projekt nochmals eine Aufwertung in vielen Bereichen erfahren. Während sich die Ausstellung wie gewohnt auf zwei Etagen verteilt und über eine große Mall mit zweiflügeligem Treppenaufgang verbunden ist, erwartet den Käufer insbesondere im Obergeschoss ein noch glanzvollerer Auftritt. Im Mittelpunkt stehen dabei Küchen von Schüllers "next"-Kollektion, die mit Glaswänden, Leucht-Displays und wohnlichem Ambiente der Präsentation von Hochwert-Marken sehr nahekommen. Via Display bezeichnet sich Küchen Aktuell sogar als umsatzstärkster ,next'-Partner. Ebenfalls im hochwertigen Look: die neue Muster-Werkstatt mit allen Holz-Lieferanten - neben Schüller auch die Alno-Gruppe (jetzt mit "Novus by Alno"), Bauformat/Burger, Nolte und Oster - sowie der designorientierte "Loft"-Bereich, die Eventzone mit Alnos "Marecucina" und die beiden Granitcenter.

Die Eröffnung am Montag mit zahlreichen Gästen - darunter viel Lokalprominenz und der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann - nahmen die beiden Inhaber Claus Küpers und Karl Schmidt zum Anlass einer Rückschau auf die Anfänge der heute 15 Fachmärkte. So sei das Konzept 1996 aus einer "Schnapsidee" entstanden, die die beiden Freunde und Atlas-Kollegen Schmidt und Küpers zur Spezialisierung mit Kompetenz und Preisführerschaft veranlasste. Heute geht der Umsatz immerhin in Richtung 200 Mio. Euro. 280.000 qm Betriebsfläche gehören zum Imperium, davon sind 170.000 qm Eigentum. Die Mitarbeiterzahl werde künftig auf runde Tausend kommen. Dies verlange auch nachhaltige Maßnahmen gegen den längst registrierten Fachkräftemangel. Ein wichtiger Schritt sei deshalb das Schulungszentrum, in dem derzeit 107 Azubis für den kompetenten Küchenverkauf fit gemacht werden und in dem im Dualen Studium auch die Qualifizierung zum Handelsfachwirt möglich ist.

"Es gibt Zeiten, da ist die Rast größer als die Lust", merkte Karl Schmidt in seiner Rede zur teils durch langwierige Verfahren gebremsten Expansion an. Ein Projekt scheint dennoch konkret zu sein: Für 2013 ist der 16. Fachmarkt geplant: in Köln gegenüber von Porta.

Nähere Details zum neuen Küchen Aktuell-Konzept und weiteren Zukunftsplänen erfahren Sie aus dem Vor-Ort-Report in der April-Ausgabe der "möbel kultur".

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