Online-Videopräsentation von und mit Dr. Timo Renz von der Wieselhuber & Partner GmbH auf der VdDW-Mitgliederversammlung Anfang November mit den Schwerpunkten "Markt, Wertschöpfung, Ertrag" während und nach der Corona-Krise. Abbildung: VdDW

Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie

Branchenzweig im Aufwind

Im virtuellen Raum traf sich der Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie e.V. (VdDW) am 3. November zu seiner Mitgliederversammlung 2020. Im Mittelpunkt der Sitzung, die der VdDW-Vorsitzende Markus Wiemann mit Geschäftsführer Jan Kurth leitete, stand die positive wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Monate. So erklärte Kurth, das die deutsche Wohnmöbelindustrie – das Möbelsegment rund um Wohnen, Schlafen, Speisen, Garderobe und Designsolitäre – sich in einer erfreulichen wirtschaftlichen Lage befinde. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Konzentration auf ein attraktives Zuhause werden Wohnmöbel hervorragend nachgefragt.

Unterstrichen wird dies von dem aktuellen Indikator für die Anschaffungsneigung in Deutschland. Außerdem liegen die Umsätze der Wohnmöbelindustrie seit Juni ohne Unterbrechung im Plus. Auch die verbandsintern erhobenen Auftragseingänge im Segment „Wohnen“ sprechen mit einem Plus von über 42 Prozent im September eine eindeutige Sprache.

Gestützt wird diese Zuversicht von einer aktuellen Befragung der Unternehmen. Demnach rechnen derzeit nur noch rund ein Drittel der Betriebe mit einem Umsatzrückgang bis Jahresende und in vielen Fällen konnten die Umsatzverluste im ersten Lockdown März/April bereits vollumfänglich ausgeglichen werden.

Allerdings ist derzeit schwer abzuschätzen, ob diese gute konjunkturelle Situation langfristig und nachhaltig so bleibt, auch wenn nach Auffassung der Gesprächsteilnehmer vieles für ein nachhaltiges Interesse der Verbraucher an den Themen Wohnen und Einrichten spricht.

Dagegen seien anders als im Inland die Unwägbarkeiten in den Exportmärkten derzeit besonders schwer abzuschätzen.
Um in der Zeit nach Corona für kommende Herausforderungen gerüstet zu sein, hatte der Verband Dr. Timo Renz von Wieselhuber & Partner aus München eingeladen. Dessen Expertise wurde im Vortrag "Die deutsche Wohnmöbelindustrie nach dem Corona Restart" präsentiert. Trotz der aktuell guten Branchenkonjunktur mahnte der Berater vor dem Hintergrund der Befragungsergebnisse von 162 Firmen zu einem durchgreifenden Fitnesscheck.

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