Deutscher Franchiseverband

Branche bleibt im Aufwärtstrend

Die deutsche Franchisewirtschaft hat sich im vergangenen Jahr dynamisch entwickelt. Das belegen die Ergebnisse des Branchenbarometers, das der Deutsche Franchiseverband jährlich auf Basis einer anonymen Online-Befragung veröffentlicht. Demnach haben bundesweit rund 970 Systeme knapp 124.000 Partner, das sind 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt beschäftigen die über 162.000 (+ 1,9%) Franchisebetriebe etwa 707.000 Mitarbeiter. Das bedeutet ein Plus von 1,3 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Wachstumstrend der vergangenen Jahre hält somit an. Mit 112,2 Mrd. Euro sind auch die Umsätze mit einem Zuwachs um acht Prozent im Vergleich zu 2016 deutlich gestiegen.

Der Verband konnte ebenfalls ein spürbares Partnerwachstum feststellen. Hochgerechnet auf die Gesamtfranchisewirtschaft sorgten über 4.400 neue Franchisenehmer für eine Steigerung um 3,6 Prozent. Dieser Wert liegt deutlich über dem Trend der vergangenen Jahre, der sich bei 1,8 Prozent eingependelt hatte.

„Die Entwicklung der Franchisewirtschaft ist außerordentlich erfreulich und folgt im Übrigen auch dem Trend der bundesweiten Gesamtwirtschaft“, resümiert Torben Leif Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchiseverbandes. „Die Positiventwicklung spricht zudem für ein deutlich gestiegenes Markenbewusstsein des Kunden – sowohl on- als auch offline. Ein Umstand, von dem auch die Franchisewirtschaft profitiert.“

Bei der Branchenverteilung behauptet sich der Dienstleistungssektor mit 40 Prozent noch immer auf Platz eins, gefolgt von der Gastronomie mit 27 Prozent, die den Handel mit 23 Prozent auf den dritten Rang verwiesen hat. Das Handwerk landet mit zehn Prozent auf Platz vier.

Mit über 53 Prozent gab die Hälfte der befragten Systeme an, sich derzeit in der Expansionsphase zu befinden. 16 Prozent sind in der Reife- und 14 Prozent in der Aufbauphase. Für 2018 rechnen die Teilnehmer durchschnittlich mit einem Neugewinn von zehn Partnern.

Bislang standen Angestellte Fach- und Führungskräfte (24 %) bei den Adressatengruppen von Franchisesystemen auf dem ersten Platz, wurden nun aber von bestehenden Unternehmen (25 %) knapp überholt. Darauf folgen bestehende Franchisepartner (18 %), eigene Mitarbeiter (10 %) und Hochschulabsolventen (7 %). Das Thema Multi-Unit-Franchising rückt somit immer weiter in den Fokus der Branche.

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