Küchenmöbelindustrie
Bleibt optimistisch – trotz leichtem Rückgang
Die Umsätze der deutschen Küchenmöbelindustrie sind zum 31. Juli 2017 um 2,3 Prozent zurückgegangen. Grund für die negative Entwicklung ist, nach Angaben des Statistsichen Bundesamtes, das Inlandsgeschäft. Hier lagen die
Die Umsätze der deutschen Küchenmöbelindustrie sind zum 31. Juli 2017 um 2,3 Prozent zurückgegangen. Grund für die negative Entwicklung ist, nach Angaben des Statistsichen Bundesamtes, das Inlandsgeschäft. Hier lagen die Umsätze sogar bei einem Minus von 4,1 Prozent. Das Auslandsgeschäft brachte ein leichtes Plus in Höhe von 0,5 Prozent. Gleichwohl bleibt Stefan Waldenmaier, Vorsitzender des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK e.V.), Herford, für das Geschäft bis zum Jahresende optimistisch. „Prognosen für die weitere Jahresentwicklung entnehmen wir regelmäßig den internen statistischen Erhebungen des VdDK-Auftragspanels. Diese Zahlen sind außerordentlich valide, da faktisch alle relevanten Unternehmen teilnehmen.“ Die Entwicklung im Inland beurteilt er jedoch unverändert als schwierig. Per 31. August seien die Auftragseingänge immer noch rückläufig. Positiv hätten sich demgegenüber die Auftragseingänge aus dem Ausland mit einem Plus von 8,9 Prozent entwickelt. Daher erwartet der VdDK in den letzten Monaten des laufenden Jahres einen signifikanten Zuwachs der Auslandsumsätze.
Die Exportquote liegt aktuell bei 39,8 Prozent. Waldenmaier: „Im Monat Juni wurde erstmalig die 40 Prozent-Marke überschritten. Im Juli betrug die Exportquote 42 Prozent, ein Spitzenwert.“ Bezüglich der Entwicklung der Exporte sind allerdings in den einzelnen Ländern sehr unterschiedliche Tendenzen erkennbar. Während die Exporte nach Frankreich, in die Niederlande, nach Belgien oder China gestiegen sind, haben die Ausfuhren in die Schweiz, nach Österreich und Großbritannien abgenommen. Unverändert keine Rolle spielen nach wie vor Küchenimporte nach Deutschland, die von sehr niedrigem Niveau weiter zurückgegangen sind um -8,8 Prozent.
Positiv bewertet der VdDK zudem die stabile Beschäftigungslage, denn die Anzahl der Beschäftigten ist mit +0,8 Prozent sogar leicht steigend. Überdurchschnittlich sind die in der Küchenmöbelindustrie gezahlten Entgelte gestiegen (+1,7 Prozent), gegenüber dem Zuwachs in der Möbelindustrie gesamt, der bei geringeren +1,2 Prozent lag.

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