Gorenje
Bis 2010 zur Nr. 5 in Europa aufsteigen!
Ehrgeizige Ziele treiben den slowenischen Gerätehersteller Gorenje an. In einem Strategiegespräch am Stammsitz Velenje erklärten Deutschland-Chef Alojz Gabrovec und Vertriebsleiter Thomas Wittling vor der Presse, wie sie sich den künftigen
Ehrgeizige Ziele treiben den slowenischen Gerätehersteller Gorenje an. In einem Strategiegespräch am Stammsitz Velenje erklärten Deutschland-Chef Alojz Gabrovec und Vertriebsleiter Thomas Wittling vor der Presse, wie sie sich den künftigen Wachstumskurs vorstellen: "Bis 2010 wollen wir von Nummer 7 zur Nummer 5 in Europa vorrücken!" Gegenüber Osteuropa, wo Gorenje aus gewachsener Tradition 80 Prozent Marktanteil hält, sieht das Unternehmen seine Potenziale dabei vor allem in westeuropäischen Ländern.
Auch am deutschen Markt – wo bereits Platz 5 erreicht ist – soll die Position weiter ausgebaut werden.
Die bisherige Bilanz spricht zumindest dafür, dass die Ziele nicht allzu hoch gegriffen sind. Denn während der deutsche Gerätemarkt in den Jahren 2000 bis 2005 insgesamt 16,4 Prozent Umsatz verlor, habe Gorenje als Marke um 22 Prozent zulegen können. Und allein im ersten Halbjahr 2006 wurde ein Plus von 22,9 Prozent registriert. Sodass der Marktanteil der Marke Gorenje (ohne OEM und die Marken Körting und Sidex) von 1,6 auf 2 Prozent stieg (Stand Mai/Juni 2006). Im Einbaubereich betrug dieser sogar 2,7 Prozent (zuvor 2,2%).
Europaweit wird in diesem Jahr ein Produktionsvolumen von über 3,5 Mio. Hausgeräte erwartet, wodurch der Umsatz auf mindestens 1,018 Mrd. Euro klettern dürfte (2005: 1,015 Mrd. Euro). Mit weiteren Zuwächsen von durchschnittlich fünf Prozent p. a. will der Konzern bis 2010 schließlich 1,25 Mrd. Euro erzielen. Wachstums-Vehikel sind vor allem Hausgeräte mit hoher Designorientierung, die das Trading-up fortsetzen. Nach den Gerätelinien des Italieners Pininfarina, den extravaganten Swarovski-Kühl-/Gefrierkombis und mehreren Auszeichnungen legt Wittling die Messlatte noch höher: "Wir wollen der Gerätehersteller mit dem höchsten Designanspruch werden".
Darüber hinaus erwägt der Konzern zusätzliche Akquisitionen, die sich mit einem Umsatzvolumen von 200 bis 300 Mio. Euro auswirken könnten. Bei aller Investitionsbereitschaft will das Unternehmen aber profitabel wachsen. So soll das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit bis 2010 auf etwa 9 Prozent vom Umsatz verbessert werden und die Produktivität um 4,7 Prozent p. a. steigen. Aufholen will Gorenje Deutschland außerdem bei der Markenbekanntheit: Laut Brigitte-Kommunikationsnalyse liegt diese bei weiblichen Endverbrauchern derzeit bei 27 Prozent.

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