Konjunktur

Binnennachfrage als Wachstumsmotor

Der Wirtschaftsaufschwung setzt sich fort. Nach einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von drei Prozent im vergangenen Jahr, erwarten die Konjunkturforscher für 2001 ein BIP-Plus zwischen 2,5 Prozent und drei Prozent. Womit

Der Wirtschaftsaufschwung setzt sich fort. Nach einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von drei Prozent im vergangenen Jahr, erwarten die Konjunkturforscher für 2001 ein BIP-Plus zwischen 2,5 Prozent und drei Prozent. Womit sich auch für den Möbelhandel neue Absatzchancen ergeben dürften.
"Der Konjunkturmotor läuft rund, die deutsche Wirtschaft befindet sich im Aufschwung", erklärte z.B. der Sachverständigenrat in seinem aktuellen Jahresgutachten und erwartet für 2001 ein Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent. Eine Größenordnung, die auch die sechs führenden wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute in ihrer Herbst-Analyse im November 2000 für realistisch hielten.
Obwohl hier einige der Institute von der gemeinsamen Wachstumsprognose in Höhe von 2,7 Prozent mittlerweile wieder abgerückt sind. So erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (Berlin) in diesem Jahr nur noch einen BIP-Anstieg von 2,4 Prozent. Das Münchener Ifo-Institut geht von einem Plus in Höhe von 2,5 Prozent aus. Als Grund für die revidierten Wachstumserwartungen gilt vor allem die Abkühlung der US-Konjunktur mit Auswirkungen auch auf den deutschen Export, der 2000 die Triebfeder des Aufschwungs war.
Andere Institute, wie z.B. das Rheinisch-Westfälische RWI, schließen sich dagegen nicht der "neuen Welle des Konjunkturpessimismus" an und bleiben bei der Herbst-Prognose. Sie halten den Aufschwung für robust genug, um die Abkühlung auf den Weltmärkten aufzufangen. Vor allem auch, weil sie gerade vom Binnenmarkt die entscheidenden Wachstumsimpulse in diesem Jahr erwarten. Für eine gesteigerte Binnennachfrage dürfte dabei vor allem das Inkrafttreten der "Steuerreform 2000" sorgen. Denn die entlastet Unternehmen und Verbraucher um rund 45 Milliarden Mark. Einen positiven Nachfrageeffekt erwarten die Konjunkturforscher auch vom aller Voraussicht nach leicht rückläufigen Ölpreis. Entzog der hohe Preis für Heizöl und Kraftstoffe den Verbrauchern im Jahr 2000 Kaufkraft in Höhe von einem Prozent des verfügbaren Einkommens, so setzten die rückläufigen Rohölnotierungen eben diese Kaufkraft für andere Zwecke wieder frei.
Und auch für den Möbelkauf. Der Branchenverband BVDM zeigt sich zumindest vorsichtig optimistisch und erwartet in diesem Jahr einen Umsatzanstieg von nominal drei bis vier Prozent.