Olaf Hajek mit Produkten der Rohleder Home Collection, die seinen Name trägt.

Textil-Designerin Simone Moers zeigt, wie die Hajek-Bilder am Bildschirm für den Webstuhl, der nur Hebung, Senkung und Schuss "versteht" aufbereitet hat.

Ein Pouf, bezogen mit einem Stoff der "Art Collection".

Luisa Blochberger und Laura Dähn (v.l.) verantworteten das Marketing für die "Art Collection".

Dr. Lisa Zeitz, Chefredakteurin der Weltkunst, hielt die Laudatio. Mit Olaf Hajek stieß sie auf die "fantastische textile Interpretation" an - im Hintergrund ist das Masterpiece, der Paravent, der 10.000 Euro kostet, zu sehen.

Ziel dieser "Art Collection sei Perfektion gewesen, so Rohleder-CEO Klaus Schüssel. "Wir haben nie über Preise nachgedacht", versicherte er. Die Arbeit habe für eine unglaubliche Motivation und eine positive Stimmung im Unternehmen gesorgt.

Rohleder

Bildschön – textile Kunstwerke by Olaf Hajek

Mit der "Rohleder Home Collection by Olaf Hajek", deren Vernissage am 11. Oktober im Showroom der Weberei im oberfränkischen Konradsreuth stattfand, setzte die Hitex-Manufaktur ein Ausrufezeichen. „Mit dieser Art Collection stellen wir die wohl exklusivste und außergewöhnlichste Textil-Kollektion vor, die in der Firmengeschichte der Weberei Rohleder je kreiert wurde“, erklärte Hans Schüssel, CEO von Rohleder, auf der allerersten Pressekonferenz des Unternehmens stolz.

Was dieses Projekt so besonders macht, erklärte Dr. Lisa Zeitz, Chefredakteurin der Weltkunst. Olaf Hajek sei furchtlos, er bediene sich aus der gesamten Kunst- und Kulturgeschichte, aus der Folkore, alle Kontinente überspannend, vor allem Afrika natürlich, aber auch südamerikanische Motive fließen ein, persische Miniaturen, indische Kunst. Er finde überall Inspiration und kombiniere diese Motive, detailverliebt, rätsel- und märchenhaft. Für sie seien es Sehnsuchtsbilder, unheimlich sinnlich, weil so viele Blüten und exotische Pflanzen dargestellt sind und man das Gefühl habe, die Blumen riechen oder die Elefanten hören zu können.

Das Verweben von Kulturen made bei Olaf Hajek textil zu interpretieren, stellte selbst die führende Jacquard-Weberei vor technische Herausforderungen. Nie zuvor wurde mit 160 Schussfäden auf einem Zentimeter gearbeitet. Ein Jahr arbeitete beispielsweise Designerin Simone Moers daran, Olaf Hajeks Bilder, die sich durch überbordenden Detailreichtum in bestimmten Flächen und Einfachheit in anderen auszeichnen, nachzuarbeiten und für den Webstuhl zu übersetzen, der nur Hebung und Senkung und Schuss versteht.

Von der Zusammenarbeit und dem Ergebnis ist Olaf Hajek begeistert: „Eine fantastische Interpretation der Arbeit, die mit der Malerei mithalten kann. Diese Stofflichkeit, diese dreidimensionale Haptik, das ist eine Interpretation, nicht einfach nur ein schnöder Druck. Ich bin total glücklich“, erklärte er. Die hohe Handwerkskunst der Firma habe für ihn, der selber nicht digital arbeite, den Ausschlag für die Zusammenarbeit gegeben.

Neuland ist die "Art Collection" auch für Rohleder. „Wir möchten textile Kultur wieder in die Köpfe der Menschen bekommen, zeigen, dass Stoff nicht einfach nur günstig sein muss. Das hat uns motiviert“, so Schüssel. Highlight-Produkte sind Paravents (10.000 Euro) und exklusive Stoffbilder, die jeweils auf 50 Exemplare limitiert sind. Zur Kollektion gehören zudem Bezugs- und Dekostoffe sowie Kissen, Plaids und Poufs.

Die Readymades - also Kissen, Plaids und Poufs – sind ab sofort bei Rohleder-Handelspartnern erhältlich und in ein paar Wochen auch in einem dann freigeschalteten eigenen Onlineshop für die "Rohleder Home Collection".

Mehr zur Vernissage lesen Sie in der November-Ausgabe der "möbel kultur".

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