Seine aktuelle Kollektion präsentiert Ewald Schillig im Showroom am Firmensitz in Ebersdorf bei Coburg.

Ewald Schillig

„Betroffen und wütend“

Wie moebelkultur.de gestern berichtete, hat der oberfränkische Polstermöbelhersteller Ewald Schillig beim Amtsgericht Coburg Insolvenz angemeldet. Auch in der regionalen Tagespresse machte die Schieflage des Familienbetriebs heute Schlagzeilen: Er sei „betroffen und wütend“ gewesen, als er davon erfahren habe, erklärte Landrat Michael Busch (SPD) auf Nachfrage des Coburger Tageblatts.

Die Situation der Polstermöbelbranche findet der Landrat „unerträglich“, weil der hohe Wettbewerbsdruck in der Branche seit Jahren mit einer verfehlten Förderpolitik in den östlichen EU-Ländern verstärkt werde, schreibt Tageblatt-Redakteur Berthold Köhler.

„In der gesamten Branche herrscht nicht die Stimmung, die wir haben wollen“, sagt Christian Dahm, geschäftsführender Vorstand des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen. „Im Handel ist eindeutig zu wenig los“. Das sei ein Problem, das sich auch auf die Hersteller niederschlage.

Wie es mit Ewald Schillig weitergeht, bleibt vorerst ungewiss. Dr. Jochen Zaremba, der vom Amtsgericht als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt wurde, soll nun innerhalb von sechs Wochen ein Gutachten zu den Fortführungschancen des Traditionsunternehmens erarbeiten. Keine leichte Aufgabe und die Zeit drängt, denn vom 23. bis 26. September finden die Hausmessen Oberfranken statt.

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