IG Metall/Möbelindustrie
Betriebsräte in “Bündnisse für Qualität” einbinden
Wir wollen den ständigen Dialog mit den Arbeitgebern – über Qualität und Verringerung von Reklamationen, über Exportförderung und darüber wie pfiffige Produkte entstehen." So beschreibt das für die Möbelindustrie zuständige
Wir wollen den ständigen Dialog mit den Arbeitgebern – über Qualität und Verringerung von Reklamationen, über Exportförderung und darüber wie pfiffige Produkte entstehen." So beschreibt das für die Möbelindustrie zuständige IG-Metall-Vorstandsmitglied Wolfgang Rhode das angestrebte "Bündnis für die Möbelbranche" gegenüber der Neuen Westfälischen. Denn auch die Gewerkschaften sehen Handlungsbedarf. Und nur in gemeinsamen Anstrengungen können die Probleme einer Branche gelöst werden, in der seit 1997 jeder siebte Arbeitsplatz verloren gegangen ist.
So gefällt auch Dirk Uwe Klaas Rhodes Idee, Betriebsräte und Belegschaft in "Bündnisse für Qualität" einzubinden, denn: "Qualität gelingt ja nur, wenn sie von allen gelebt wird."
Darüber hinaus eint die Forderung der Eigenheimzulage Möbel-Arbeitgeber und -Gewerkschaft, schließlich bedeutet jeder Neubau Aufträge. Zwar gibt es unterschiedliche Auffassungen bei Themen wie Kündigungsschutz und Flächentarifvertrag, doch räumt Klaas ein, dass die Höhe der Löhne nicht das zentrale Branchenproblem darstelle. "Außerdem sind die Betriebsräte in Krisenfällen zu erheblichen Kompromissen bereit", ergänzt Rhode.
Einig waren sich beide Gesprächspartner in ihrem Lob für die NRW-Möbelinitiative "ZiMit", in deren Rahmen das Land und die Tarifparteien die Marktchancen der NRW-Hersteller verbessern wollen.
Dazu Rhode: "Wir müssen neue Formen der Zusammenarbeit finden. Das wird für beide Seiten schwer. Die IG Metall ist bereit dazu."

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