Steinhoff

Bericht bestätigt Bilanzfälschung

Im Bilanzskandal bei Steinhoff haben die Buchprüfer von PricewaterhouseCoopers (PwC) jetzt ihren Bericht vorgelegt. „PwC kommt zu dem Schluss, dass Steinhoff Geschäfte (von denen einige fingiert oder irregulär waren) mit vorgeblich unabhängigen Dritten gemacht, die Gewinne und Firmenwerte aufblähten“, teilte Steinhoff in einer veröffentlichten Zusammenfassung des Berichts mit. Dafür sei „eine kleine Gruppe ehemaliger führender Steinhoff-Mitarbeiter unter der Führung eines hochrangigen Managers“ verantwortlich. Diese habe "jahrelang Transaktionen strukturiert und durchgeführt, die im Ergebnis die Profitabilität und den Wert von Aktiva über einen langen Zeitraum deutlich übertrieben haben.“ Bei den Buchungen handelt es sich dem Bericht zufolge um einen Betrag von rund 6,5 Mrd. Euro. Neben internen Kollegen sei auch mit externen Personen zusammengearbeitet worden. Belege „wurden in vielen Fällen erst hinterher erschaffen und rückdatiert.“ Namen wurden nicht genannt. Steinhoff teilte nur mit, dass die Betroffenen nicht mehr im Unternehmen arbeiten.

Für ihre Untersuchung hätten die Wirtschaftsprüfer mit 22 gegenwärtigen und ehemaligen führenden Mitarbeitern gesprochen. Der frühere Chef Markus Jooste wollte sich den Fragen allerdings nicht stellen.

Aufgrund der Erkenntnisse werde der Verwaltungsrat von Steinhoff jetzt Klagen gegen „bestimmte Personen, die für die ungesetzlichen Vorgänge verantwortlich sind“ vorbereiten. Laut den Wirtschaftsprüfern hätten sie sich mit den Scheingeschäften möglicherweise in die eigenen Taschen gearbeitet, schreibt das Handelsblatt.

2017 waren die Unregelmäßigkeiten in den Steinhoff-Bilanzen bekannt geworden. Diese haben den Konzern in Schieflage gebracht. Daraufhin hat sich das Unternehmen in Österreich von Kika/Leiner sowie hierzulande von Poco getrennt.

 

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