Sensormatic

Bericht „2 Jahre Reset des Einzelhandels“

Sensormatic Solutions hat die Ergebnisse seiner neuesten Umfrage zum Einkaufsverhalten deutscher Konsument:innen veröffentlicht. Der Bericht „2 Jahre Reset des Einzelhandels“ basiert auf einer Befragung von über 1.000 deutschen Verbraucher:innen und zeigt, wie sich deren Haltung in den beiden Pandemiejahren verändert hat. Die drei wichtigsten Trends:

„Der Preis zählt“ – Nach wie vor ist der Preis das Kriterium Nummer eins für eine Kaufentscheidung im stationären Handel - Tendenz steigend: 65% der deutschen Verbraucher:innen geben den Preis als wichtigsten Faktor beim Einkauf an. Der Vergleich mit dem europäischen Ausland zeigt, dass dieser Trend in anderen Ländern sogar noch ausgeprägter ist (Italien 70%, UK 74%, Frankreich 76%). Angesichts der unerwartet schnell angestiegenen Inflationsrate (März 7,3%) steigt auch die Preissensibilität hierzulande. 30 % der Befragten wollen deshalb ihre Ermessensausgaben (nicht zwingend für den Lebensunterhalt notwendige Ausgaben) einschränken.

Ermutigend für den Einzelhandel ist die Tatsache, dass sich Konsument:innen im Einzelhandel bezüglich Ausgaben und Markentreue stabiler zeigen als im Online-Handel: 30% der Befragten gaben an, dass sie sich bei Online-Bestellungen preissensibler verhalten, als im stationären Einzelhandel.

„Nachhaltigkeit ist Trumpf“ – Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist gewachsen. In diesem Zusammenhang gaben 30% an, sich seit der Pandemie für Nachhaltigkeit engagiert zu haben. Dies machte sich u.a. durch einen Boom beim lokalen Einkauf bemerkbar. 35% waren in den letzten sechs Monaten bestrebt, lokal einzukaufen. Ähnlich engagiert zeigen sich auch die Verbraucher:innen anderer Länder (UK 32 %, Frankreich 40%, Italien 37%). Nachhaltigkeit ist somit ein Treiber für die langsame Erholung des lokalen Einzelhandels in Deutschland.

„Digitalisierung motiviert“– Konsument:innen sind vom Online-Einkauf digitale Erlebnisse gewohnt, diese beeinflussen auch zunehmend das Kaufverhalten im stationären Einzelhandel. 72% geben an, dass sie am liebsten online einkaufen und sich die Waren nach Hause liefern lassen. Besonders beliebt ist der Online-Einkauf in Italien, wo 81% dies als bevorzugte Art des Einkaufs angaben, gefolgt von UK mit 79%. Deutliches Schlusslicht ist Italien mit 57 %. Die digitale Ausrichtung hat auch zur Folge, dass Konsument:innen entsprechend mehr kombinierte Online- und Offline-Erlebnisse im Ladengeschäft erwarten.

Im Zusammenhang mit den neuen Lockerungen bleiben viele beim Einkauf vorsichtig: Ein Drittel zeigte sich aufgrund der anhaltenden Pandemie immer noch besorgt. Im Jahresvergleich ging diese Zahl jedoch um 16 % zurück, was auf ein langsam wachsendes Vertrauen der deutschen Kund:innen hindeutet.

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