Mobitec

Belgische Nachhaltigkeit

Nur einen Katzensprung von Aachen entfernt liegt in Eupen die Zentrale von Mobitec. Die belgische Marke gilt längst nicht mehr als Geheimtipp in Sachen Tisch und Stuhl, sondern hat sich

Nur einen Katzensprung von Aachen entfernt liegt in Eupen die Zentrale von Mobitec. Die belgische Marke gilt längst nicht mehr als Geheimtipp in Sachen Tisch und Stuhl, sondern hat sich mit exklusivem Design und hoher Qualität ein beachtliches Standing sowohl in den Möbelhäusern als auch im Objektbereich aufgebaut. Die „möbel kultur“ war vor Ort.

220.000 Stühle und 15.000 Tische werden jährlich an drei Produktionsstandorten in Polen gefertigt. Dazu werden 300 km Stoff verarbeitet. „Es unterscheidet uns sicherlich von anderen Marken, dass wir 20 verschiedene Stoffarten, sowie Leder und Kunstleder im Programm haben, dazu 12 Metallfarben und drei Holzarten, die zudem in den Beiztönen nach Kundenwunsch angepasst werden können“, umreißt Marie Claeys das beachtliche Angebotsportfolio.

Die studierte Betriebswirtin stieß 2020 zu Mobitec. Obwohl für ihren Opa und Firmengründer Herbert Rom immer klar war, dass nicht nur seine Tochter Anne Rom, die im Jahr 2000 die Geschäftsleitung übernommen hat, sondern auch seine Enkelin in seine Fußstapfen treten wird, zog es Marie Claeys nach ihrem Studium zunächst in die IT-Branche. Doch sie merkte schnell, dass man in einem IT-
Konzern mit zahlreichen Mitarbeitenden wenig bewegen kann und letztendlich „nur eine Nummer in der Statistik ist“.

Nachdem sie zunächst im Sales-Bereich, wie auch in anderen Abteilungen, für Mobitec tätig war, widmet sie sich seit Herbst 2022 intensiv dem Thema Nachhaltigkeit. Als erste größere Aufgabe im Projekt Familienunternehmen kümmerte sie sich als Sustainability Manager um den Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens. „Aufbauend auf der CO2-Bilanz, die wir bereits 2019 erstellt hatten, ging es in dem Prozess nicht nur darum, Normen für die Zukunft zu definieren, sondern auch unsere Werte klar zu definieren, an denen wir uns selbst künftig messen wollen“. So beschäftigte sich Mobitec nicht nur mit dem Thema Nachhaltigkeit, sondern auch übergeordnet mit dem sogenannten „Goldenen Circle“ nach Simon Sinek, indem es darum geht, dass Unternehmen ihr „Why“, „How“ und „What“ neu definieren.

„Die Gesetzgeber werden in Zukunft vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen noch viel mehr von uns verlangen. Darauf wollen wir vorbereitet sein“, erklärt Marie Claeys, wohl wissend, dass der Nachhaltigkeitsbericht erst der Anfang einer langen Prozesskette ist, die alle Bereiche des Unternehmens betrifft. „Gerade arbeitet beispielsweise eine Studentin an einer Möglichkeit, einen Repairservice anzubieten. Ein weiterer Student erforscht die Opportunitäten, um nachhaltigere Ressourcen zu beschaffen. Außerdem haben wir eine Umfrage unter allen beteiligten Partnern durchgeführt, also unter Zulieferern, Mitarbeitenden und Kunden, mit dem Ziel, diese in unsere Nachhaltigkeitsstrategie einzubinden und die verschiedenen Themen nach Wichtigkeit zu sortieren. Der Zuspruch darauf war sehr groß.“

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