Höffner

Baut in Fürth

Die Grundstücke hat er längst gekauft, jetzt hat er auch die Politik auf seiner Seite: Höffner-Chef Kurt Krieger wird in Fürth den größten Möbelpalast Frankens bauen. Und der herrscht nicht

Die Grundstücke hat er längst gekauft, jetzt hat er auch die Politik auf seiner Seite: Höffner-Chef Kurt Krieger wird in Fürth den größten Möbelpalast Frankens bauen. Und der herrscht nicht allein: Auf dem 30 Hektar großen Areal belegen die Berliner 40.000 Quadratmeter (VK), einschließlich eines 7.000 Quadratmeter umfassenden Möbelabholmarkts, für einen Ikea-Neubau mit 18.000 Quadratmeter, einen Baumarkt (12.000 Quadratmeter) und ein Technikkaufhaus (4.000 Quadratmeter) sind entsprechende Kontingente bereits reserviert. Die Stadt Fürth unterstützt das Projekt "sehr engagiert". Baureferent Joachim Krausse will "seinen ganzen Ehrgeiz daran setzen."
Mit der Höffner-Initiative wird der Großraum Nürnberg zu einem der spannendsten Brennpunkte des nächsten Jahres. Parallel zu den Berlinern baut Möbel Mann in der Printenstadt einen 35.000er. Die Nürnberger Stadtväter hatten dem Projekt der Karlsruher (ebenso wie der Erweiterung von Segmüller) vor allem deshalb grünes Licht erteilt, um Kaufkraft in der Stadt zu binden und "dem Möbeltourismus zu Neubert nach Hirschaid Einhalt zu bieten." Die ganze Strategie ist jetzt Makulatur. Denn selbstverständlich spendiert Kurt Krieger Fürth auch noch einen eigenen Autobahnanschluss zum "Einrichtungs-Paradies." Von Nürnberg aus ein Katzensprung.
Weitere Berichte zu diesem Thema:
SPOT-MARKT 162, vom 3. Februar 2000: "Mann: 100 Mio. für Nürnberg" und "Ikea nach Fürth"
SPOT-MARKT 152, vom 15. Juli 1999: "Nürnberg im Flächen-Feuer"