Möbel Walther AG

Baut 700 Stellen ab – Ausstieg aus dem SMAX

Rote Zahlen bei Möbel Walther: Der Konzernumsatz per 30. September lag mit 936,8 Mio. DM um 1,3 Prozent unter dem Vorjahr (flächenbereinigt -3,1 Prozent). Das meldete das Begros-Mitglied gestern in

Rote Zahlen bei Möbel Walther: Der Konzernumsatz per 30. September lag mit 936,8 Mio. DM um 1,3 Prozent unter dem Vorjahr (flächenbereinigt -3,1 Prozent). Das meldete das Begros-Mitglied gestern in einer Ad hoc-Mitteilung. Während die Inlandsumsätze sanken, legte das Unternehmen in den Häusern in Tschechien, Polen und Ungarn um 41,6 Prozent zu. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt nach dem branchenweit traditionell schwachen dritten Quartal bei 0,6 Mio. DM (Vorjahr 7,3 Mio. DM). Der Konzern investierte 37,0 Mio. DM (Vorjahr: 30,4 Mio. DM), vor allem in den Ausbau der ausländischen Standorte.
Möbel Walther rechnet unter den schlechten konjunkturellen Vorzeichen kurzfristig mit keiner Marktbelebung: die Rückstände bei Umsatz und Ergebnis zum Vorjahr werden daher voraussichtlich nicht ganz aufgeholt werden. Vor diesem Hintergrund hat der Möbel Walther Konzern ein Restrukturierungsprogramm eingeleitet, zu dem neben einem Personalabbau von 700 Beschäftigen auch die Konzentration der Möbelauslieferung auf künftig vier deutsche Standorte und die Senkung der Warenbestände gehören. Der Konzern beschäftigte zum 30.09. rund 5.200 Mitarbeiter. Erste Ergebniseffekte aus den eingeleiteten Maßnahmen sollten bereits 2002 wirksam werden.
Der Vorstand hat außerdem beschlossen, die Teilnahme am SMAX ab dem Jahr 2002 zu beenden: die Balance zwischen Nutzen und Aufwendungen sei nicht mehr gegeben, so die Begründung. Die Möbel Walther AG wird aber auch in Zukunft ihre transparente Informationspolitik durch regelmäßige Quartalsberichte fortsetzen.