Kraft

Barsbüttel kann durchstarten

Die Bagger haben ihr Werk vollbracht, gestern folgte die offizielle Grundsteinlegung für die neue Kraft-Dependenz in Barsbüttel. Ein großes Ereignis, zu dem nicht nur Mitinhaber Kurt Krieger, die Ortsprominenz und

Die Bagger haben ihr Werk vollbracht, gestern folgte die offizielle Grundsteinlegung für die neue Kraft-Dependenz in Barsbüttel. Ein großes Ereignis, zu dem nicht nur Mitinhaber Kurt Krieger, die Ortsprominenz und zahlreiche Geschäftspartner kamen, sondern auch Heide Simonis aus Kiel anreiste (s. Foto). Es sei keine Liebe auf den ersten Blick gewesen, kommentierte Schleswig-Holsteins Landeschefin augenzwinkernd die zurückliegenden Auseinandersetzungen. Doch schließlich seien politische und wirtschaftliche Interessen unter einen Nenner gebracht worden. "Das verflixte siebte Jahr ist um", ergänzte dazu Kurt Krieger und konnte pünktlich zur gemeinsamen Grundsteinlegung auch die Baugenehmigung vorzeigen.
Sobald das Wetter es zulässt, kann es los gehen. Etwa sechs Monate Bauzeit sind eingeplant, sodass in jedem Fall im Oktober Eröffnung gefeiert werden kann. Genau 37.500 qm Möbelverkaufsfläche über drei Etagen werden dann unmittelbar vor den Toren Hamburgs entstehen. Dazu kommt das neue Zentrallager mit über 60.000 qm, in dem 40.000 Corletten Platz haben sollen. Krieger sprach sogar vom "größten Möbelverteilzentrum Deutschlands" und in jedem Fall bedeute dies für Kraft ein entscheidender Rationalisierungsschritt, da jetzt sechs Teillager im norddeutschen Raum zusammengefasst werden können. Insgesamt wird die bebaute Fläche 140.000 qm betragen und für 1.000 Beschäftigte Arbeitsplätze bieten (400 allein im Verkauf). Gesamtinvestitionen: 100 Mio. Euro. Außerdem ist ein Baumarkt auf dem Kraft-Gelände geplant. Noch im Juli/August soll auch der von Krieger mitfinanzierte Autobahnanschluss an die A 1 fertiggestellt sein.
Ob das neue Haus nun tatsächlich unter dem Namen "Kraft" ans Netz geht, ist allerdings immer noch offen. Zumindest lassen sich derzeit schon die Schilder und ein überdimensionaler Luftballon auf der Baustelle als entsprechende Zeichen deuten. Das Segeberger Stammhaus werde jedoch keineswegs in Frage gestellt. Dazu Geschäftsführer Gunnar George: "Segeberg bleibt. Es gibt schließlich in der ganzen Umgebung kein Möbelhaus, das so viel Umsatz macht." So wird noch Ende 2005 dort ein weiterer Umbau erfolgen.