Laut einer Studie des BEVH schätzten 55 Prozent der B2B-Versandhändler ihre Geschäftssituation 2015 als gut oder sehr gut ein.

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B2B-Versender bleiben auf Wachstumskurs

Zufrieden mit der Lage: Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) schätzten 55 Prozent der B2B-Versandhändler ihre Geschäftssituation 2015 als gut oder sehr gut ein. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 6,6 Prozent. Dieser Optimismus hat insbesondere bei den kleinen und mittelgroßen B2B-Versendern zugenommen, deren Personalbestand bei bis zu 20 bzw. 100 Mitarbeitern liegt.

Gleichzeitig wuchs jedoch auch der Anteil der Versandhändler, die ihre Geschäftslage als ungenügend bewerten, von 2,4 auf 5 Prozent. Mit Blick auf das aktuelle Jahr schätzt die Hälfte der Unternehmen ihre Geschäftslage optimistisch ein. Der Anteil der Unternehmen, die die künftige Geschäftslage als mangelhaft empfinden, ist von 4,8 auf 3,4 Prozent zurückgegangen. „Die konjunkturellen Perspektiven für den B2B-Versandhandel sind weiterhin gut“, stellt Siebo Woydt, Vorstand der Creditreform AG fest.

Die Gewinnerwartungen zeigen weiter nach oben: 2015 hat sich die Auftragslage der B2B-Versender bereits zum dritten Mal in Folge aufgehellt – 46,7 Prozent der Befragten melden volle Auftragsbücher. Rückläufige Auftragseingänge gab es nur bei 19,2 Prozent (2014: 21,8 %). Für 2016 erwarten 59,2 Prozent eine gleichbleibende Auftragslage. Zudem berichten 52,5 Prozent (2014: 46,8 %) von steigenden Umsätzen. Bei 20 Prozent sind sie gesunken. Der Anteil der Händler, die 2015 Gewinne verzeichneten, lag mit 39,2 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Hingegen ist die Zahl derjenigen, die steigende Gewinne verbuchten, auf 36,7 Prozent (2014: 24,2 %) gestiegen.

Die Sonderbefragung der diesjährigen Studie ist dem Fachkräftebedarf im B2B-Versandhandel gewidmet. Die Unternehmen haben gegenwärtig vor allem Bedarf im Vertrieb. 39,2 Prozent der Befragten gaben an, hier Personal aufgestockt zu haben. Gleiches gilt für das Marketing. Auch hier stellten 20,8 Prozent neue Mitarbeiter ein. Im E-Commerce und Einkauf hingegen bemerkten Personaler bis dato noch keinen erhöhten Bedarf. Des Weiteren zeigt die Studie, dass sich immer mehr Unternehmen aus dem Ausbildungssystem zurückziehen. So haben 2015 nur 21,7 Prozent der befragten B2B-Versandhandelsbetriebe einen Auszubildenden eingestellt.

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