Prognose 2001/ 2002
Ausblick auf die Möbelkonjunktur
Der Wohnungsbau und das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte sind die wichtigsten Bestimmungsfaktoren der Möbelkonjunktur. Beide entwickeln sich zur Zeit diametral zueinander. Nach Prognosen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
Der Wohnungsbau und das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte sind die wichtigsten Bestimmungsfaktoren der Möbelkonjunktur. Beide entwickeln sich zur Zeit diametral zueinander. Nach Prognosen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wird die Zahl fertiggestellter Wohnungen in Deutschland in diesem Jahr auf 353.000 und im Jahr 2002 auf 324.000 zurückgehen. 1995 waren es noch über 600.000.
Dagegen sorgt vor allem die zu Beginn dieses Jahres in Kraft getretene Steuerreform für einen anhaltend kräftigen Anstieg der verfügbaren (Netto-)Einkommen und damit auch der Konsumausgaben der privaten Haushalte. Die Senkung der Abgaben beträgt netto, also nach Abzug von Abgabenerhöhungen, insgesamt rund 45 Mrd. DM. Davon entfallen etwa 25 Mrd. DM auf die privaten Haushalte. Auch wenn ein Teil der Steuerersparnis auf die Sparkonten wandert, kann mit einer Zunahme der Ausgaben der Haushalte um nominal 3% gerechnet werden.
Während der private Verbrauch in diesem Jahr also die Rolle der Konjunkturlokomotive spielen wird, verliert die Exportkonjunktur etwas an Schwung. Verantwortlich dafür ist die Verlangsamung des weltwirtschaftlichen Expansionstempos. Immerhin werden die Ausfuhren der deutschen Industrie insgesamt – nach der Prognose des DIW – in diesem Jahr und 2002 real noch um jeweils deutlich über 7% zunehmen nach reichlich 11% im Jahr 2000. In welchem Maße davon die Möbelindustrie betroffen wird, hängt auch von den eigenen Anstrengungen bei der Erschließung neuer Märkte ab.

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