Im Marken-Dreiklang für den deutschen Küchenhandel heißt es künftig: AEG, Electrolux und Zanussi.

Electrolux

Aus für Juno - Jetzt startet die Mutterkonzern-Marke im Küchenhandel durch

Das zunehmend aggressive Preisverhalten im Wettbewerb der Gerätemarken habe den Electrolux-Konzern zum Umdenken veranlasst, so erklärte Geschäftsführer Klaus Wührl heute bei der Pressekonferenz in Hamburg das Motiv für eine neue Markenstrategie. So bleiben in Zukunft neben den immer wichtiger werdenden Exklusivlabels für die Küchenindustrie (Progress, Leonard, Zanker) nur noch die strategischen Marken AEG, Electrolux und Zanussi auf dem deutschen Markt. Oder anders formuliert: Die Traditionsmarke Juno(-Electrolux) mit ihrem auf den Küchenhandel zugeschnittenen Einbaugerätesortiment wird zum Jahresende verschwinden.

Stattdessen soll nun die Marke Electrolux, die bislang lediglich im Elektrohandel schwach vertreten war, in einer ganz neuen Positionierung für deutsche Kunden im Küchenhandel schmackhafter werden. Unter dem Namen "Inspiration Range" gab es dafür zur Eurocucina bereits die ersten Vorboten: hochwertige Einbau- und Standgeräte, die im Preis knapp unter AEG angesiedelt sind, ausgestattet mit Funktionen aus der Gastroküche und in einer absolut durchgängigen Designlinie. Sie sollen vor allem Margensicherheit bieten. Denn das zu hundert Prozent vertragsgeschützte Sortiment ist allein den Partnern aus dem Küchen- und Möbelhandel vorbehalten, wird also im Umkehrschluss von preisaggressiven Vermarktern weitgehend verschont bleiben. Der Elektrohandel wird als Kanal ganz außen vor gelassen.

Hierzulande werden die neuen Electrolux-Geräte erstmals auf der IFA und kurz danach, anlässlich der ostwestfälischen Herbstmessen, im neuen Ausstellungszentrum Löhne vorgestellt. Geliefert wird bereits ab Oktober, für den Herbst sind Vor-Ort-Schulungen im Rahmen einer Truck-Tour vorgesehen und ab Januar folgt das POS-Material. "Damit hat sich das Double Branding ein für allemal erledigt," kommentierte Wührl heute den Switch zur Doppelstrategie für AEG und die Muttermarke und bezeichnete diesen als eine "Riesenchance" für alle Beteiligten, zu margensicheren Umsätzen zu kommen. Zudem betonte Wührl, dass AEG hierzulande weiterhin als die starke Marke im Mittelpunkt stehe, während Electrolux nun als Nischen-Angebot das Portfolio ergänze.

Näheres zu Sortiment und Hintergründen lesen Sie in der August-Ausgabe der "möbel kultur".

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