BVDM/ZGV/VDM

Aus für gemeinsame Branchenwerbung

Die Idee der gemeinsamen Branchenwerbung "Neue Möbel wirken Wunder", die von mehreren nahmhaften Herstellern und Industrieverbänden unterstützt wurde, kann nun doch nicht realisiert werden. Der "Lenkungsausschuss Branchenwerbung" hat in seiner

Die Idee der gemeinsamen Branchenwerbung "Neue Möbel wirken Wunder", die von mehreren nahmhaften Herstellern und Industrieverbänden unterstützt wurde, kann nun doch nicht realisiert werden. Der "Lenkungsausschuss Branchenwerbung" hat in seiner Sitzung am 26. September feststellen müssen, dass die finanziellen Voraussetzungen zur Durchführung der Ideen nicht gegeben sind.
Das Ziel der breitangelegten Imagewerbung bestand darin, die Marktkraft der Möbelbranche zur Teilnahme und Mitfinanzierung zu gewinnen, was in der momentan schwierigen wirtschaftlichen und damit auch finanziellen Lage vieler Firmen zum Scheitern verurteilt war. Zusätzliche Probleme bereitete auch die Breite der verschiedenen Stilrichtungen mit ihren unterschiedlichen Vermarktungssystemen. Um an einem gemeinsamen Strang zu ziehen, fehlt es momentan noch an Bereitschaft.
Die TV-Kampagne, die bereits in Köln von den Kreativen der Agentur Jung von Matt vorgestellt wurde, sollte zur Hälfte von Handel und Industrie mit je 0,15 Prozent des Umsatzes finanziert werden. Laut Aussage von BVDM-Geschäftsführer André F. Kunz gegenüber der Holzmann-Online-Redaktion sollen die bereits gezahlten Beiträge zurückgeführt werden. Über die Höhe der bisher angefallenen Kosten für die Entwicklung der Kampagne ist noch nichts bekannt. Auch nicht, wer diese Rechnungen zahlen soll.
Die Idee der Branchenwerbung war von Anfang an umstritten. Viele Unternehmen befürchteten "Trittbrettfahrer", die – ohne selbst zu zahlen – von der Werbung profitierten. Auch die verschiedenen Abrechnungsmodelle sorgten in den letzten Monaten dafür, dass sich immer mehr Unternehmen von der Kampagne verabschiedeten. Zuletzt musste die schwache Konjunktur als Ausstiegsargument herhalten.
Das Bestreben, mit gemeinsamen TV-Kampagnen das Thema Wohnen und Einrichten dem Konsumenten näher ins Bewusstsein zu bringen, ist zwar gescheitert. Die Idee, dem Möbel an sich damit mehr Wertigkeit zu verleihen, bleibt aber. Und wird vielleicht zukünftig auf anderem Wege neu aufgegriffen. Die Verbände BVDM, ZGV und VDM sprechen ihren Dank an alle Persönlichkeiten der Branche aus, die bis zum jetzigen Zeitpunkt an der Realisierung mitgewirkt haben.