Treiber des letzten Jahres waren für die Bega-Gruppe insbesondere das Warenangebot im Schlafzimmersegment sowie die aufgebauten Wohnwände von InnoStyle.

Bega-Gruppe

"Aufträge wie im Herbst"

Dieter Hilpert nutzt Umbruchzeiten in gewohnter Manier zum Aufbruch: "Lutz war schon zu Begros-Zeiten der größte Kunde und könnte nun noch größer für uns werden." Dafür spricht die Tatsache, dass alle zwölf Einkaufskommissionen aus der Lutz-Gruppe zu Besuch waren, weil Bega in wichtigen Warengruppen dazu in der Lage ist, mit Exklusivmodellen zu dienen.

Somit ist davon auszugehen, dass der Umsatz, der 2014 von 208 auf 243 Mio. Umsatz angestiegen ist, weiter auf Rekordkurs bleiben könnte. Der Auftragseingang zu den Partnertagen sei vergleichbar mit einem Herbst-Event, erklärte Hilpert. Treiber des letzten Jahres waren insbesondere das Warenangebot im Schlafzimmersegment sowie die aufgebauten Wohnwände von InnoStyle. Insbesondere im Boxspring-Thema liege noch viel Potenzial.

Dass ein Großauftrag für 10.000 Boxspring-Betten in die Hose gegangen sein soll, dementierte Hilpert. Im Gegenteil: Die ersten Chargen seien so schnell weggewesen, dass für einen großen Discounter nachgeordert werden musste.

Änderungen gibt es in der Logistik dennoch, wovon der Handel laut Hilpert aber nichts merken wird. Bisher hatte die Gruppe mit der Global Warehouse and Logistics GmbH zusammengearbeitet, einem Spezialisten für die Neumöbel- und Haushaltswaren-Logistik. Hervorgegangen aus der Logistik der Steinhoff-Gruppe agiert Global Warehouse seit 2004 am Markt. Nun wollte der Logistiker aus Leinefelde 30 Prozent mehr für die Verteilung von Containerware (z.B. aus Weißrussland) in Deutschland berechnen. Das war Hilpert zu viel, der die logistische Koordination nun komplett in Eigenregie durchführen will. Schließlich hat sich die Bega-Gruppe ein enormes logistisches Know-how angeeignet. Alle Lieferungen aus Polen koordiniert der Importeur schon längst selbst.

Der Senior ist also noch mittendrin im Geschehen. Auf der Jubiläumsfeier im Herbst hatte er sich noch ein wenig missverständlich ausgedrückt. Deshalb zur Klarstellung: Die Führung der Tochterunternehmen übergibt er sukzessive an seinen Sohn, die Leitung der Bega-Gruppe soll auch in den kommenden drei Jahren noch bei dem Senior liegen. Dafür hat er einfach noch zu großen Spaß am Möbel-Business.

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