Karstadt
Aufsichtsrat kündigt harte Einschnitte an
Personalabbau und die Schließung von Filialen sieht das Sanierungskonzept des neuen Karstadt-Managements vor, das Geschäftsführer Miguel Müllenbach, Einkaufschef Jörg Peter Schmiddem und Vertriebschef Thomas Wanke gestern dem neuen Aufsichtsrat der
Personalabbau und die Schließung von Filialen sieht das Sanierungskonzept des neuen Karstadt-Managements vor, das Geschäftsführer Miguel Müllenbach, Einkaufschef Jörg Peter Schmiddem und Vertriebschef Thomas Wanke gestern dem neuen Aufsichtsrat der Warenhauskette vorgestellt haben. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung bekannt gab, besteht das Konzept aus drei Säulen. So ist geplant, Personal- und Sachkosten in allen Bereichen zu senken. Einschnitte werden sowohl für die Filialen als auch für das Servicecenter in Essen sowie die Logistik geprüft. Defizitären Filialen droht die Schließung. Detaillierte Beschlüsse darüber wurden allerdings noch nicht gefasst.
Als dritte Säule wird die Ertragssteigerung genannt, die "u.a. auf der Berücksichtigung regionaler Sortimentsanforderungen und der Nutzung des lokalen Know-hows und der Erfahrungen der Karstadt-Mitarbeiter" basiert.
Die Pläne des Managements werden jetzt mit Arbeitnehmervertretern und der Gewerkschaft Verdi verhandelt.
Der frühere Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen hatte die angeschlagene Warenhauskette mit 83 Filialen Mitte August an den österreichischen Immobilieninvestor René Benko und dessen Signa-Holding verkauft. Diese hatte bereits im vergangenen Herbst 75 Prozent der Anteile an den Premium- und Sport-Warenhäusern von Berggruen übernommen.

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