Dura-Gruppe

Auf konsequentem Sanierungskurs

Positive Nachrichten aus Fulda bezüglich des Insolvenzverfahrens von Dura: Die Löhne und Gehälter der 654 Mitarbeiter sind rückwirkend ab Februar für drei Monate gesichert. Eine Auszahlung an die Mitarbeiter konnte

Positive Nachrichten aus Fulda bezüglich des Insolvenzverfahrens von Dura: Die Löhne und Gehälter der 654 Mitarbeiter sind rückwirkend ab Februar für drei Monate gesichert. Eine Auszahlung an die Mitarbeiter konnte inzwischen erfolgen, nachdem Kreditinstitute und Geschäftsleitung eine Lösung für die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes gefunden hatten. Belegschaft, Betriebsräte und Gewerkschaften sind hierüber bereits informiert. "Wir freuen uns, dass die Mitarbeiter nun ihr Geld durch die von der Geschäftsleitung angestrebte Lösung erhalten haben. Die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen sind auch aus unserer Sicht eine gute Investition für den langfristigen Erhalt der Unternehmensgruppe. Wir werden uns ebenfalls für dieses gemeinsame Ziel entschieden einsetzen", sagt der Konzernbetriebsratsvorsitzende der Dura-Gruppe, Stefan Schäfer.
Zwischenzeitlich haben die vom Gericht eingesetzten vorläufigen Gläubigerausschüsse für die jeweils betroffenen Unternehmen getagt. Im Ergebnis wurden die beantragten Planverfahren in Eigenverwaltung befürwortet und für die Phase der vorläufigen Verwaltung bestätigt. Zudem sehen alle Mitglieder der vorläufigen Gläubigerausschüsse Rechtsanwalt Ottmar Hermann als geeigneten vorläufigen Sachwalter für dieses komplexe Verfahren. Er wird die Geschäftsleitung während des Sanierungsprozesses begleiten und überwachen.
Auf Wunsch von Gesellschaftern und Gläubigerausschüssen wurde der bisherige Handlungsbevollmächtigte, Dr. Stefan Oppermann, zudem in die Geschäftsführung berufen.
Seit Antragstellung laufen Geschäftsbetrieb und Produktion in allen Unternehmensbereichen uneingeschränkt weiter. Kunden und Lieferanten sind über die eingeleiteten Maßnahmen zur Sanierung der Unternehmen informiert. "Die ausgesprochen positive Resonanz unserer Kunden und Lieferanten stimmt uns mehr als zuversichtlich. In diesen Tagen bestätigt sich eindrucksvoll die Qualität unserer über die Jahrzehnte zu einer Partnerschaft gewachsenen Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern", sagt Dr. Christian Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung. Dr. Stefan Oppermann wertet "die positiven Signale von Belegschaft, Betriebsräten, Kunden und Lieferanten als Bestätigung für den eingeschlagenen Weg der Sanierung." Er wird in den kommenden Wochen einen Sanierungsplan für die betroffenen Unternehmen entwerfen, der den Gläubigern im Sommer 2012 vorgelegt wird. Darüber hinaus wird er die Verhandlungen mit den Gläubigern begleiten. Ziel ist es, die Sanierung der Gruppe im Rahmen der Eigenverwaltung zügig zu vollenden und die Gläubiger möglichst optimal zu befriedigen.