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WMF

Auf dem Weg zur Umsatzmilliarde

WMF wächst weiter: Auf der Halbjahres-Pressekonferenz vermeldete der Vorstandsvorsitzende Thorsten Klapproth eine Umsatzsteigerung von elf Prozent auf 433,2 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Inlandsumsatz erhöhte sich um stolze 14 Prozent auf 237,7 Mio. Euro, das Exportgeschäft konnte um acht Prozent auf 195,5 Mio. Euro zulegen. Dieses Wachstum führte auch zu einem deutlichen Anstieg des betrieblichen Ergebnisses. Mit einem Plus von 69 Prozent kletterte das EBIT auf 22,1 Mio. Euro, die Umsatzrendite verbesserte sich auf 5,1 Prozent.

Da die WMF ihre Konzernorganisation zum 1. Januar tief greifend verändert hatte, erfolgte die Segmentberichterstattung nun nach den fünf neuen Geschäftsbereichen WMF-Filialen, Tisch und Küche, Elektrokleingeräte, Hotel sowie Kaffeemaschinen. Klapproth über die Umstrukturierung: "Jeder Geschäftsbereich verantwortet die Kernfunktionen seines Geschäftes - wie z. B. Vertrieb, Marketing, Entwicklung oder Produktion - selbst. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung der bestehenden Konzernstrukturen, die unsere Kunden gar nicht wahrnehmen werden. Aus Sicht der Kunden, d. h. am Markt, haben unsere Marken in der Vergangenheit und werden auch in der Zukunft unabhängig und unverwechselbar voneinander agieren. Ihr Marktauftritt ist und bleibt eigenständig."

Der in den Filialen realisierte Umsatz lag im ersten Halbjahr mit 58,5 Mio. Euro um vier Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der Bereich Tisch und Küche konnte - angetrieben durch ein in den ersten Monaten realisiertes Projektgeschäft - um 18 Prozent auf 182,9 Mio. Euro zulegen.

Aufgrund der drastischen Umstrukturierungen im neu aufgestellten Geschäftsbereich Elektrokleingeräte - inklusive der derzeitigen Schließung des Produktionsstandorts Burgau - lag der Umsatz im ersten Halbjahr mit 37,3 Mio. Euro leicht unter Vorjahresniveau (-1 Prozent). Ebenfalls rückläufig verhielt sich das EBIT mit -7,6 Mio. Euro (Vorjahr -6,6 Millionen). Im zweiten Halbjahr setzt der Konzern darauf, dass die auf der IFA präsentierten Produktneuheiten zu Umsatzimpulsen führen. WMF-Kaffeemaschinen schreiben dagegen weiter eine Erfolgsgeschichte. Im ersten Halbjahr konnte dieser Geschäftsbereich insbesondere von den sich auflösenden Investitionsstaus im internationalen Gastronomieumfeld profitieren. Der Umsatz wuchs um 13 Prozent auf 137,9 Millionen. Das Contract-Business zieht auch im Bereich Hotellerie wieder: Der Umsatz in diesem Geschäftsfeld stieg im ersten Halbjahr um zehn Prozent auf 40,6 Mio. Euro. Das Inlandsgeschäft bewies sich dabei als Wachstumstreiber und legte um 17 Prozent zu.

Für das Gesamtjahr 2011 hält der Konzern an seiner Zielsetzung fest und erwartet einen Umsatzanstieg von mindestens fünf Prozent bei einer EBIT-Rendite auf Vorjahresniveau (6,5 Prozent). Wo die WMF Group folglich in diesem und im kommenden Jahr hin will, ist für Thorsten Klapproth klar: "Wir wollen und werden die Umsatzmilliarde knacken."

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