Nun auch in Bayern: Ab Juli 2011 gibt es im Einzelhandel drei Prozent mehr Gehalt. (Foto: Riem Arcaden, mfi management für immobilien AG)

Handelsverband Bayern

Auch im Freistaat steht der Tarifvertrag für die nächsten 24 Monate

Der Tarifstreit im bayerischen Einzelhandel ist beendet. Die rund 330.000 Beschäftigten erhalten ab Juli drei Prozent mehr Lohn und Gehalt. Eine weitere tarifliche Erhöhung von zwei Prozent wird im Juli 2012 wirksam. Zusätzlich wurde eine Einmalzahlung von 50 Euro (Teilzeitbeschäftigte anteilig, Auszubildende 25 Euro), zahlbar im Mai 2012 vereinbart. Außerdem ist die Urlaubsstaffel nicht mehr an das Alter geknüpft. Alle Mitarbeiter haben künftig Anspruch auf einen sechswöchigen Urlaub (Teilzeitkräfte anteilig). Dies ist das Kernergebnis der heutigen vierten Verhandlungsrunde in München.

HBE-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Aigner: "Nach den Tarifabschlüssen in anderen Bundesländern hatten wir nur noch einen sehr geringen Spielraum. Die Verhandlungen waren schwierig und hart. Das Ergebnis geht bis an die Grenze der Belastbarkeit."

Die erzielte Einigung orientiert sich unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten an dem Pilotabschluss in Baden-Württemberg. Verdi hatte ursprünglich eine Anhebung der Löhne und Gehälter um 6 Prozent gefordert. Dies hatten die Arbeitgeber als "völlig realitätsfremd" bezeichnet. Der neue Tarifvertrag in Bayern hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

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