Die Industrie - Motor der ostdeutschen Wirtschaft

“Atlas der Industrialisierung der neuen Bundesländer” zum Download

Das Hanseatic Institute for Entrepreneurship and Regional Development (HIE-RO) an der Universität Rostock hat im Auftrag der Bundesbeauftragten für die neuen Bundesländer eine Untersuchung der Industrie Ostdeutschlands durchgeführt. Der so

Das Hanseatic Institute for Entrepreneurship and Regional Development (HIE-RO) an der Universität Rostock hat im Auftrag der Bundesbeauftragten für die neuen Bundesländer eine Untersuchung der Industrie Ostdeutschlands durchgeführt. Der so entstandene "Atlas der Industrialisierung" der neuen Bundesländer – kurz Industrieatlas – thematisiert in kurzen Abschnitten sowohl traditionelle Industriezweige, neue Zukunftsfelder mit Wachstumspotenzial, als auch regionale Cluster und Netzwerkstrukturen. Die Analysen werden für den Vergleich mit dem gesamten Bundesgebiet und den Weltmarkt vergleichbar aufbereitet, um auch die Stärken und Schwächen der einzelnen Bundesländer zu beschreiben.
Ostdeutschland hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine gute wirtschaftliche Entwicklung genommen. Der Industrieanteil an der gesamten Wirtschaftsleistung liegt mittlerweile bei knapp 16 Prozent, in Deutschland insgesamt liegt er bei knapp 23 Prozent. Dazu hat das jährliche Wachstum in der ostdeutschen Industrie seit 1995 von jährlich rund fünf Prozent beigetragen. Speziell aus ostdeutscher Sicht ist bedeutsam, dass die Angleichung der Wirtschafts­kraft an die westlichen Bundes­länder vor allem mit Hilfe einer starken, modernen Industrie gelingen kann.
Ein Blick auf die Karte der regionalen Branchenschwerpunkte in Ostdeutschland zeigt ein differenziertes Bild. Gemessen an ihrer west­deutschen Schwester ist die ostdeutsche Industrie heute noch relativ klein. Ihre industrielle Leistung erreicht erst neun Prozent der industriellen Gesamtleistung Deutschlands, mit Berlin sind es knapp elf Prozent. Die Reindustrialisierung zeigt damit ein vielschichtiges Bild: beeindruckende Aufholerfolge mit wachsenden regionalen Schwerpunkten auf der einen Seite und zugleich noch erhebliche strukturelle Schwächen auf der anderen Seite. Vor allem aufgrund der fehlenden Konzernzentralen ist die Forschungs- und Entwicklungsintensität im Osten deutlich geringer. Iris Gleicke, Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder und Mittelstandsbeauftragte: "Genau hier setzen wir an, um die Zukunftsfähigkeit der ostdeutschen Industrie gezielt zu fördern. Gerade innovationskräftige Industrieunternehmen sind die Garanten für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung in den neuen Bundesländern. Als Ostbeauftragte und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie setze ich mich für eine weitere Stärkung der ostdeutschen Industrie und für eine integrierte Industriepolitik ein."
Den Atlas der Industrialisierung der neuen Bundesländer sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse finden Sie zum Download unter dem unten stehenden externen Link.