Ronald Schmitt

An Investorenteam verkauft

Aufatmen bei Ronald Schmitt: Der Hersteller hochwertiger Tische, der letzten August Antrag auf Insolvenz stellen musste, wurde heute an ein Investorenteam verkauft. Es geht also weiter. Das hat die zuständige

Aufatmen bei Ronald Schmitt: Der Hersteller hochwertiger Tische, der letzten August Antrag auf Insolvenz stellen musste, wurde heute an ein Investorenteam verkauft. Es geht also weiter. Das hat die zuständige Insolvenzverwalterin Annette Kollmar aus der Mannheimer Kanzlei Rochade Anwälte heute bekannt gegeben.
"Es wurde bis zuletzt über den Vertrag verhandelt. Diesem war zuvor einstimmig von dem Gläubigerausschuss zugestimmt worden, bevor er heute Morgen unterschrieben werden konnte. Damit befindet sich der Betrieb aktuell nicht mehr im Insolvenzverfahren und kann langfristig fortgeführt werden." Dem Investorenteam gehört der Privatinvestor und geschäftsführende Gesellschafter Claus Lenzmann sowie die Familie Wiese an. Die Geschäftsführung werden Claus Lenzmann sowie Dr. Andreas Wiese gemeinsam verantworten.
"Wir haben in den letzten Wochen und Monaten gezeigt, dass trotz der gegebenen finanziellen Einschränkungen eines Insolvenzverfahrens der Turnaround des Unternehmens möglich war. Die Kostenstrukturen wurden angepasst und das Vertrauen der Geschäftspartner wieder hergestellt." Auch die Teilnahme an der "imm cologne" und die verstärkte Vertriebsarbeit habe zu dem Ergebnis beigetragen. "Die Mitarbeiter, unterstützt durch den erstmals in der Unternehmensgeschichte gebildeten Betriebsrat und die IG Metall, haben daran einen sehr großen Anteil", resümiert die Insolvenzverwalterin. "Nun liegt es seit heute in den Händen des Investorenteams diese Arbeit fortzusetzen und die Marke Ronald Schmitt wieder an die Spitze der Produktion hochwertiger Couch- und Esstische zu führen. Das Potenzial und Know-how ist in dem Unternehmen zweifelsohne vorhanden."
Das bereits seit über 50 Jahren existierende Unternehmen wurde bis dato in der zweite Generation von Geschäftsführer Dr. Andreas Wiese geleitet. Umsatzrückgänge und Probleme bei der Verklebung hochwertiger Tisch-Glasplatten hatten zu der Krise des Unternehmens und Mitte 2012 zu einem Insolvenzantrag geführt. Durch Verwendung eines anderen Klebers, dessen Beständigkeit durch einen externen Gutachter geprüft wurde, waren diese Probleme behoben worden.