Wellemöbel setzt Sanierungsweg durch Eigenverwaltung fort.

Wellemöbel

Amtsgericht genehmigt vorläufiges Insolvenzverfahren unter Eigenverwaltung

Ein Schreck geht durch die Möbelrepublik: "Im Jahresverlauf habe sich gezeigt, dass es im Dezember eng werden würde", gab Volker Meurer heute bei einer Telefonkonferenz zu Protokoll. Deshalb reichen die bisher eingeleiteten Sanierungsaktivitäten bei Wellemöbel offenbar nicht mehr aus und das Traditionsunternehmen musste beim Amtsgericht Paderborn für die Gesellschaften Wellemöbel GmbH, Howelpa Logistik GmbH und MF Bad Lippspringe GmbH heute einen Antrag auf Einleitung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens stellen. Das Amtsgericht hat den Anträgen prompt stattgegeben und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet.

Der Fachanwalt für Insolvenzrecht Stefan Meyer aus Lübbecke wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Wellemöbel wird in dem Verfahren von der Wirtschaftskanzlei Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf beraten, die in der Region unter anderem die Eisengießerei Karlshütte (Bünde), Blanke Textech (Bielefeld) und F. &. K. Trailer Service (Rheda-Wiedenbrück) bereits durch ein Eigenverwaltungsverfahren begleitet haben.

Mit der Eigenverwaltung nutzt Wellemöbel die seit dem 1. März 2012 geltenden Möglichkeiten einer Sanierung unter Insolvenzschutz. "Es handelt sich dabei nicht um eine Insolvenz im klassischen Sinn, sondern um ein Sanierungsverfahren mit dem obersten Ziel der Unternehmensfortführung", schreibt die Kanzlei Buchalik Brömmekamp. Deshalb werde Wellemöbel weiterhin von der bisherigen Geschäftsleitung um Volker Meurer, Waldemar Bauer und Anna Sommermeyer-Rickert geleitet. Zusätzlich soll der Restrukturierungsexperte Dr. Jasper Stahlschmidt von der Kanzlei Buchalik Brömmekamp als Mitgeschäftsführer die Wellemöbel durch das Verfahren führen.

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