Acimall: Beständig durch das dritte Quartal 2011

Es war ein stabiles drittes Quartal in diesem Jahr - dies meldet der Verband italienischer Holzbearbeitungsmaschinenhersteller Acimall. Allein im Auftragseingang verzeichneten die Mitglieder im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum von 5,8 Prozent. Bestellungen aus dem Ausland stiegen um 13,2 Prozent, die italienische Nachfrage hingegen verbucht ein Minus von 3,2 Prozent. Gegenüber 2010 erhöhten sich die Umsätze zwischen Juli und September um 2,9 Prozent. Seit Beginn des Jahres sind die Preise um 2 Prozent gestiegen.

"Stabilität" war dann auch das Schlüsselwort der Ergebnisse der Qualitätsumfrage, die Acimall regelmäßig unter seinen Mitgliedern durchführt. 12 Prozent der Befragten gaben eine positive Entwicklung im Zeitraum Juli bis September 2011 an. 26 Prozent waren der gegenteiligen Meinung, 62 Prozent der Befragten sprachen von Produktionsstabilität. Die Beschäftigungszahlen liegen unverändert bei 85 Prozent, einen Rückgang gab es bei 15 Prozent. Stabil seien auch die Lagerbestände (bei 62 Prozent der Befragten), einen Rückgang gab es bei 30 Prozent und einen Anstieg bei den restlichen acht Prozent.

Die italienischen Unternehmen sehen sich aktuell mit drei kritischen Elementen konfrontiert: Eine allgemeine Unsicherheit der Wirtschaftslage, eine geringe Investitionsbereitschaft der nationalen Kunden und eine starke Konkurrenz ausländischer Herstellerunternehmen. Hinzu kommen Schwierigkeiten bei der Kreditvergabe, was sich negativ auf Innovation und die Forschung auswirkt. Keine Investitionen tätigen zu können ist ein großer Nachteil, vor allem in Anbetracht der hohen Spezialisierung der Produktionslösungen und die besondere Flexibilität der Verfahren, die Markterfolge gewährleisten.

Prognosen mag Acimall eher kurzfristig treffen: "Was den Auslandsmarkt anbelangt, herrscht nach wie vor ein gewisser Optimismus, von Binnenmarkt hingegen kommen nur sehr wenig Anzeichen einer positiven Entwicklung. Die aktuell vorherrschenden Marktsignale unterstreichen dies sehr deutlich", heißt es von dem Verband.

Eine Untersuchung des Verlaufes des Zeitraums 2001-2011 zeigt lediglich eine schwache Begeisterung der italienischen Nutzer für moderne Holzverarbeitungstechnologien, seit 2008 ist die Nachfrage verschwindend gering. Acimall stellt fest, "dass das im Jahre 2007 erreichte Niveau mittelfristig nicht mehr als realistisches Ziel angesehen werden kann: Wir befinden uns bei der aktuellen Nachfrage zweifellos in einer Phase des Umbruchs und der Neustrukturierung." Der saisonunabhängige Index nach Werktagen, der die Branchenbewegungen (Expansion und Rezession) besonders deutlich anzeigt, liegt heute bei 78 (Ausgangswert 2001=100).

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