möbel kultur Umsätze-Special

Achterbahnfahrt – Wachstumsdynamik der Top 30 nimmt ab

Die Umsätze der Top 30 im deutschen Möbelhandel legten 2017 um 1,6 Prozent auf 22,3 Mrd. Euro zu, ihr Marktanteil stieg auf 66,5 Prozent. Auf den ersten Blick also alles wie gehabt: Die Großen wachsen weiter. Insbesondere die Filialisten konnten in den vergangenen zehn Jahren ihr Terrain enorm ausweiten. Übernahmen und Neueröffnungen waren an der Tagesordnung, aber auch sonst brummte dank massiver Rabattaktionen und regelmäßiger Prospektflut das Geschäft. Ist damit jetzt Schluss? Fakt ist, dass die Umsätze der größten 30 Handelsunternehmen 2017 im Vergleich zum Rest der Branche mit 1,6 Prozent immer noch höher liegen als der vom Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM) vermeldete Zuwachs von 0,5 Prozent. Das stärkste Wachstum legten dabei die Top 20 mit einem Plus von 2,34 Prozent hin, während die Top 3 lediglich um 0,7 Prozent auf nunmehr 9,16 Mrd. Euro draufsattelten.

Die Nr. 1 bleibt Ikea mit einem in Deutschland erzielten Umsatz in Höhe von 4.867 Mio. Euro. Auf den Plätzen 2 bis 10 folgen XXXLutz-Gruppe (geschätzt 2.210 Mio. Euro), Höffner mit Möbel Kraft und Sconto (geschätzt 2.090 Mio. Euro), die Otto Group im Bereich Living (geschätzt 1.700 Mio Euro) und die Tessner-Gruppe mit Roller, Schulenburg und Meda Küchen (1.620 Mio. Euro), Poco (1.542 Mio. Euro), Porta mit SB-Möbel Boss (1.350 Mio Euro), Segmüller (geschätzt 1.100 Mio. Euro) das Dänische Bettenlager (1.047 Mio. Euro) und Amazon im Bereich Living (geschätzt über 580 Mio. Euro).

Doch trotz der Zuwächse schwächt sich das Tempo insgesamt deutlich ab. Und das hat Gründe. In erster Linie liegen die dümpelnden Absatzzahlen an schwächelnden Frequenzen. Die durchs Internet gut informierten Endkunden besuchen im Schnitt weniger Möbelhäuser vor ihrem Kauf. Hinzu kommt, dass die ausufernde Rabattpolitik längst nicht mehr so wirkt, wie gewünscht. Und selbst Branchenprimus Ikea wächst im vergangenen Jahr ausschließlich durch neue Standorte.

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