Haier

Ab Montag geht’s an die Frankfurter Börse

Wie angekündigt, wird Haier künftig seine Aktien nicht nur in Shanghai, sondern auch in Frankfurt handeln – was nicht zuletzt als Ausdruck der Ambitionen in Europa gewertet wird. Anleger können die sogenannten D-Aktien zu einem Preis zwischen einem und 1,50 Euro zeichnen. Angeboten werden inklusive Platzierungsreserve bis zu 304,75 Millionen neue Aktien. Haier gilt als das erste Unternehmen, das rund drei Jahre nach der Gründung der deutsch-chinesischen Börsenplattform Ceinex in Frankfurt ein Zweitlisting anstrebt.

Wie Reuters schreibt, wollen chinesische Unternehmen verstärkt Anreize bieten, dass Ausländer in ihre Firmen investieren. Diese haben zumeist keinen Zugang zu den “A-Aktien”, die an den Börsen in Shanghai oder Shenzhen notiert sind. Daher gibt es “H-Aktien” in der Sonderwirtschaftszone Hongkong, “S-Aktien” in Singapur und “N-Aktien” in New York. Nun sollen “D-Aktien” hinzukommen.

Im ersten Halbjahr erwirtschaftete Haier einen Umsatz von rund 11,2 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 745 Mio. Euro. Mit den Erlösen aus dem Börsengang will der Weltmarktführer die Produktionskapazitäten weiter ausbauen und die 475 Mio. Euro schwere Übernahme des italienischen Herstellers Candy finanzieren. Zudem will der Konzern, wie angekündigt, verstärkt ins Marketing investieren, um die Bekanntheit der Marke Haier für Hausgeräte in Europa zu vergrößern.

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