Pesch
Ab 1. August unter neuer Führung
Neuigkeiten im Fall Pesch: Der Kölner "Express" berichtet, dass Michael Prothmann zum 1. August die Führung beim angeschlagenen Traditionshändler übernehmen soll. Prothmann (49), zuletzt OBI-Chef Europa, setzt auf Kernkompetenzen: "Innovatives
Neuigkeiten im Fall Pesch: Der Kölner "Express" berichtet, dass Michael Prothmann zum 1. August die Führung beim angeschlagenen Traditionshändler übernehmen soll. Prothmann (49), zuletzt OBI-Chef Europa, setzt auf Kernkompetenzen: "Innovatives Wohndesign, Einrichtungs-Know-how, herausragender Kundenservice. Pesch war eine Institution, ein führendes Premium-Einrichtungshaus für exklusives Wohnen im Land. Dahin geht's zurück."
Den gleichen Weg wollte auch Carsten Höck gehen, der Pesch kurz vor der Insolvenz kaufte. Er konnte sich mit Insolvenzverwalter Alexander Amelung aber nicht über die Finanzierung einigen. Dafür scheint Amelung mit Prothmann über die zukünftige Ausrichtung des Traditionshauses einer Meinung zu sein. Ein rigides Maßnahmen-Programm wurde bereits angeschoben. Von den zuletzt 130 Mitarbeitern sind nur noch 27 festangestellt. Möbel und Accessoires werden momentan mit Nachlässen von bis zu 70 Prozent verkauft, so dass die 5.500 qm große Verkaufsfläche auf 2.000 qm reduziert werden kann. Prothmann möchte so auf Anhieb schwarze Zahlen schreiben. Damit sich das Szenario nicht wiederholt, das Amelung gegenüber dem "Express" beschreibt: "Zehn Jahre wurde hier katastrophales Missmanagement betrieben. Dazu der Größenwahn: Zu viel Ware, zu große Ladenflächen, die Eröffnung im Düsseldorfer Stilwerk, die geplante am Butzweilerhof. Pesch war für Unternehmen der Branche völlig uninteressant. Es fand sich kein Investor."
Doch diese Episode in der 107-jährigen Pesch-Geschichte soll nun der Vergangenheit angehören.

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