Unter dem Motto "Rheinbach gibt den Ton an" veranstalteten Alliance und Der Küchenring am 24. und 25. Februar ihre 6. Küchen-Kompetenz-Tage.

Fernsehkoch Nelson Müller: Nachmittags am Herd, abends dann mit seiner Band auf der Bühne.

Täglich 1.200 Gäste (Handel und Industrie) hatten sich angemeldet. Das war auf den Ständen auch zu sehen, wie hier bei Neff.

Zur Messe wurde auch die neue Kommunikation der Eigenmarken - wie z. B. „Linea" - präsentiert.

Alliance & Der Küchenring

6. Küchen-Kompetenz-Tage in Rheinbach

Die beiden Schwesterverbände Alliance und Der Küchenring haben am vergangenen Wochenende ihre inzwischen 6. Küchen-Kompetenz-Tage absolviert. Die Verbandsmesse, die immer im Zwei-Jahres-Turnus über die Bühne geht, fand, wie gewohnt, im verbandseigenen 4.000 qm großen Messezentrum in Rheinbach statt. Und wie bereits in den letzten Jahren war die Fläche komplett belegt, dieses Mal mit rund 30 Herstellern. „90 Prozent des wertmäßigen Küchen- und Gerätemarktes präsentiert sich hier“, betonte Alliance-Geschäftsführer Joachim Bringewald. Die sich abzeichnende Schwäche der kommenden LivingKitchen würde die KKT noch mehr stärken. Wobei die Messe sowieso längst Benchmark für die Branche sei. 1.200 Gäste – Handel und Industrie – waren pro Tag angemeldet, 170 Alliance- (+ 10%) und 315 Küchenring-Häuser (+ 20%).

„Hier wird richtig Umsatz geschrieben“, ergänzte sein Kollege Andreas Varnholt. Die Hersteller lockten die Gesellschafter auch mit jeder Menge Messeangeboten. Auf den Küchen-Kompetenz-Tagen wird zudem deutlich, mit welchen Produzenten die beiden Verbände ihre Geschäfte machen wollen. „Das ist eine klare Ansage von uns“, so Bringewald. Die wichtigsten Küchenhersteller sind hier die Marktführer Schüller, Häcker, Nobilia und Bauformat/Burger. Doch auch Nolte, Ballerina und Leicht waren vor Ort. Mit Blanco, Bosch, Siemens, Neff, Miele, Liebherr, Naber oder Silverline präsentierten sich aber selbstverständlich auch die wichtigen Geräte- und Zubehörspezialisten. Neu dabei waren bei der 2018er Ausgabe Decker mit seinen komplett massiven Küchen, Strasser (Naturstein) und Badea, die Badmöbellinie von Bauformat/Burger.

Darüber hinaus präsentierten beide Verbände ihre überarbeiteten Konzepte. Alliance konnte dadurch, dass die Handelsmarke Prisma jetzt als „offeneres Konzept“ gehandhabt wird, bereits 30 neue Teilnehmer gewinnen. Die Anzahl liegt damit bei rund 100. Auch das Hochwertlabel „Ambienta-5-Sterne-Küche“ konnte sich seit dem Relaunch 2016 gut etablieren. Beim Küchenring bekamen die Eigenmarken „Systhema“, „Linea“ und „Inpura“ ein neues Kommunikationskonzept, mit passenden Motiven, die mit einem professionellen Fototeam umgesetzt wurden, inklusive kurzer Filme. Auch in puncto Digitalsierung gibt der Küchenring weiter Gas, mit neu gestalteten Internetauftritten, Posts für Facebook oder einem „Magic Table/Dein Konfigurator“, der interaktiv am POS eingesetzt werden kann.

Alles Maßnahmen, um den Küchenumsatz wieder anzukurbeln. Denn 2017 war dieser, wie bekannt, etwas durchwachsen. Der Küchenring konnte seinen Umsatz zwar noch leicht steigern, von 488 auf 490 Mio. Euro. Doch die langen Lieferzeiten machten den Händlern zu schaffen. Nicht ausgelieferte Aufträge dürften für den Küchenring einen Umfang von rund 7 Prozent des Jahresumsatzes bedeuten, heißt es aus Rheinbach. Und bei Alliance (Gesamtumsatz ca. -5%) mussten auch die Küchen etwas nachgeben.

Was trotzdem wieder deutlich wurde: Die Hersteller, die oft eine geteilte Meinung zu den vielen Verbandsmessen in der Branche haben, betonten durch die Bank die gute Stimmung und Organisation bei den Rheinbachern, was sich auch bei der Abendveranstaltung zeigte. Diese fand erstmals in Bonn im Maritim statt – mit rund 1.000 Teilnehmern. Fernsehkoch Nelson Müller, der bereits am Nachmittag auf der Messe gekocht hatte, trat hier dann auch noch mit seiner Band auf und sorgte für beste Laune.

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