Laut einer EHI-Studie wollen über die Hälfte der Einzelhändler bis Jahresende ihr Filialnetz ausbauen.

EHI

56 Prozent der Händler wollen Filialnetz ausbauen

Die Expansionsbereitschaft der Einzelhändler ist ungebrochen: Gemäß einer Studie des EHI in Kooperation mit der Hahn-Gruppe wollen über die Hälfte der befragten Handelsunternehmen (56 %) bis Jahresende neue Filialen ans Netz bringen. Das Whitepaper „Expansionstrends im Frühjahr 2017“ zeigt außerdem, dass 83 Prozent der Händler in die Zentren größerer Städte expandieren möchten.

Besonders gefragt sind Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern (67 %) sowie mittlere Großstädte mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern (58 %). Flächen in Shopping-Centern stehen bei den Handelsunternehmen ebenfalls hoch im Kurs (65 %). 50 Prozent der Befragten sehen sich dabei in großen und 56 Prozent in mittleren Großstädten nach geeigneten Flächen um. Nur Lebensmitteleinzelhändler halten Shopping-Center als Standort für neue Geschäfte für weniger geeignet (18 %).

Insgesamt sind die immer noch guten Zahlen wachstumswilliger Unternehmen im Frühjahr 2017 (56 %) im Vergleich zum 2. Halbjahr 2016 (62 %) leicht gesunken. 27 Prozent der Händler beabsichtigen, die Zahl ihrer Geschäfte konstant zu halten, während 17 Prozent der Befragten vorhaben, ihr Filialnetz auszudünnen. „Neben der Konkurrenz durch neue internationale Konzepte und den wachsenden Onlinehandel sorgt der starke Wettbewerbsdruck in häufig sehr feinmaschigen Standortnetzen aktuell für diese eher zurückhaltende Expansion im Handel“, erklärt Lena Knopf, Projektleiterin im Forschungsbereich Handelsimmobilien.

Neben der Expansionsbereitschaft unter den Handelsunternehmen untersuchten das EHI und die Hahngruppe auch die Entwicklung der Passanten-Frequenz in Fachmarktzentren und Shopping-Centern. Ein positiver Trend ist bei den Fachmarktzentren festzustellen, denn ein Viertel der Befragten gab an, dass die Besuchszahlen gestiegen seien.

Anders sieht die Lage bei den Shopping-Centern aus. Laut der EHI-Studie berichteten rund die Hälfte der Befragten (45%) von gesunkenen Passanten-Frequenzen, wobei zumindest ein gutes Drittel (37 %) stabile Zahlen bestätigt habe.

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