ISH

50,5 Mrd. Euro Marktvolumen für Haus- und Gebäudetechnik

Heute morgen sollte eigentlich EU-Energiekommissar Günther Oettinger die ISH in Frankfurt am Main eröffnen, doch dieser blieb im Schneechaos stecken. Gleichwohl ging die Weltleitmesse für Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik,

Heute morgen sollte eigentlich EU-Energiekommissar Günther Oettinger die ISH in Frankfurt am Main eröffnen, doch dieser blieb im Schneechaos stecken. Gleichwohl ging die Weltleitmesse für Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik, Erneuerbare Energien gut gestimmt an den Start. Im Vorfeld gab Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, einen Einblick in den Markt für Haus und Gebäudetechnik. Die Branche zeigte sich 2012 äußerst wirtschaftsstark und erreichte erstmals ein Volumen von 50,5 Mrd. Euro. Aber Unwissenheit und Unsicherheit blockieren die Energiewende im Heizungskeller. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Messe Frankfurt anlässlich der Veranstaltung: Zwar wissen rund 90 Prozent der Befragten, wie alt ihre Heizungsanlage ist. Fast die Hälfte schätzt jedoch den Anteil von Heizung und Warmwasser an den Nebenkosten zu gering ein – dieser liegt aktuell bei rund 55 Prozent. Die Umfrage zeigt weiter: Trotz vorhandener Investitionsbereitschaft bei Mietern und Vermietern scheuen viele eine Modernisierung. Als Gründe nennen sie neben dem baulichen Aufwand und den Investitionskosten mangelnde Übersicht über das Angebot sowie die fehlende Transparenz und Sicherheit staatlicher Anreiz- und Förderprogramme.
Energieeffizienz und Ressourcenschonung sind deshalb auch die übergeordneten Themen der ISH 2013. Obwohl sie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten können, wird dieser starke Hebel in der aktuellen Energiediskussion, die auf den Ausbau erneuerbarer Energien und den Strompreis fokussiert, oft übersehen. Das gilt auch für den Endverbraucher. So gaben in der Umfrage 63 Prozent der befragten Wohneigentümer und Vermieter an, zu hohe Kosten würden sie von einer Modernisierung ihrer Heiztechnik abhalten. "Leider wird oftmals verkannt, wie viel Einsparpotential die neuen Technologien bieten", so Wolfgang Marzin. "Dabei lassen sich vielfach bis zu 50 Prozent Energie einsparen, so dass sich die Investitionen schnell amortisieren – und ganz nebenbei erhöhen sich Komfort und Wohlbefinden. Hier zeigt die ISH vielfältige, hochinnovative Lösungsansätze auf."
Auf dem Event, das noch bis zum 16. März läuft, führen 2.434 Aussteller (2011: 2.382), darunter alle Marktführer aus dem In- und Ausland, in den beiden Bereichen "ISH Water" und "ISH Energy" ihre Weltneuheiten für Bad, Heizung und Klimatisierung vor. Auf einem für die ISH ausgebuchten Messegelände mit 258.000 qm Fläche zeigen die Anbieter marktreife Produkte und Technologien für Ressourcenschonung in zukunftsweisenden Gebäuden.
Der Bereich "ISH Water", der die Erlebniswelt Bad und die Welt der Installationstechnik umfasst, befindet sich in den Hallen 2, 3, 4, 5 und 6. Hier werden Akzente in Richtung Trinkwasseraufbereitung und generationenübergreifendes Bad gesetzt. Aussteller präsentieren nachhaltige und designorientierte Badlösungen. Der weltgrößte Showroom zeigt die neuesten Design-Entwicklungen genauso wie moderne, auf heutige Bedürfnisse abgestimmte nachhaltige Technik und damit das gesamte Spektrum von High-Tech- und High-End-Design. Zu den Top-Marken gehören unter anderem: Alape, Bette, Burgbad, Dornbracht, Duravit, Duscholux, Emco Bad, Georg Fischer, Gessi, Grohe, Hansa, Hansgrohe, Hoesch, Hüppe, Ideal Standard, Kaldewei, Keramag, Kermi, Keuco, Kludi, Kohler, KWC, Laufen, Lupi Design, Roca, Schell, Teuco Guzzini, Toto, Villeroy & Boch und Vitra.
Die Veranstalter rechnen zur diesjährigen Veranstaltung mit über 200.000 Besuchern.