BSH
3.500 Beschäftigte müssen gehen
Sorgte Miele kürzlich mit seiner Nachricht über 2.000 abzubauende Stellen und Verlagerung weiterer 700 Arbeitsplätze nach Polen für Schlagzeilen, folgt nun die BSH auf dem Fuße. Konkrete Zahlen nannte CEO
Sorgte Miele kürzlich mit seiner Nachricht über 2.000 abzubauende Stellen und Verlagerung weiterer 700 Arbeitsplätze nach Polen für Schlagzeilen, folgt nun die BSH auf dem Fuße. Konkrete Zahlen nannte CEO Dr. Matthias Metz gestern gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Demnach stehen bis 2027 3.500 Stellen auf der Streichliste. Die ersten 1.000 sollen noch in diesem Jahr wegfallen, davon hierzulande 450 Arbeitsplätze. Wie der Abbau in den weiteren drei Jahren erfolgen soll, ist wohl noch nicht entschieden. Bislang arbeiten 17.000 von insgesamt rund 63.000 Beschäftigten in Deutschland.
Die Personalkürzungen sollen größtenteils in der Verwaltung und in den internen Dienstleistungsbereichen stattfinden. „Unsere Werke sind nicht im Fokus“, zitiert die SZ den BSH-Chef. „Dort wollen wir die Stammbelegschaft halten – auch, um bei erstarkenden Märkten auf einen höheren Absatz vorbereitet zu sein.” Betriebsbedingte Kündigungen seien daher nicht geplant.
Hintergrund: Nach den Umsatzrekorden in der Corona-Zeit war 2023 für die Hausgerätebranche insgesamt bereits der Nachfragerückgang zu spüren, nicht zuletzt weil der Handel noch über erhebliche Lagerbestände aufgrund der vorherigen Lieferengpässe verfügte. Letztere hatten für die BSH bereits 2022 einen vergleichsweise niedrigen Umsatzzuwachs zur Folge (+2,5%). Eingebrochen war der für den Konzern zuvor bedeutende Markt in Russland und Ukraine, ebenso wie China rückläufig war. Investiert wurde andererseits u.a. verstärkt in Indien.

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