Frische Zahlen vom BEVH: Die deutschen Konsumenten kauften im Jahr 2015 Waren im Wert von 52,37 Mrd. Euro im Online- und Versandhandel

BEVH

2,674 Mrd. Euro Online-Umsatz - Möbel und Deko entfalten ihr Wachstumspotential

Die deutschen Konsumenten kauften im Jahr 2015 Waren im Wert von 52,37 Mrd. Euro und digitale Dienstleistungen im Wert von 12,97 Mrd. Euro im Online- und Versandhandel – den Großteil davon via Internet. Bekleidung ist dabei nach wie vor die mit Abstand beliebteste Kategorie. Die Kategorie Möbel, Leuchten und Dekoration hat aber mit einem Umsatz von 2,674 Mrd. Euro (2014: 2,316 Mrd. Euro; +15 Prozent) ihr prophezeites Wachstumspotential im vergangenen Jahr genutzt und Boden gut gemacht.

„Möbel und Schnelldreher wie Lebensmittel oder Tierbedarf spiegeln die aktuellen, aber auch zukünftigen Entwicklungen im E-Commerce am Besten wieder. Immer mehr Verbraucher beginnen, Waren des alltäglichen Bedarfs online zu kaufen, weil sie die Lieferung in die Wohnetage oder die entspannte Auswahl zu Hause schätzen. Zugleich denken Verbraucher aber nicht mehr in einzelnen Kanälen. So greifen gerade im Bereich der Möbel online und offline immer mehr ineinander. Vorabinformation im Netz oder Lieferung in die Filiale sind Beispiele für ein optimiertes Kauferlebnis“, meint Gero Furchheim, Präsident des BEVH (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. ).

Online-Marktplätze bilden mit einem Gesamtumsatz von 24,950 Mrd. Euro (2014: 23,907 Mrd. Euro; +4 Prozent) über die Hälfte des Gesamtumsatzes des E-Commerce ab. Die Ansprache des Kunden über mehr als nur einen Kanal wirkt und so setzten Multichannelversender 13,976 Mrd. Euro (2014: 11,309 Mrd. Euro; +27 Prozent) um. Das größte Wachstum verzeichneten somit die Multichannelversender. Insbesondere Bekleidung und Möbel wurden von Verbrauchern bevorzugt über diesen Versendertyp gekauft. An dritter Stelle folgen die Internet Pure Player mit einem Umsatz von 6,308 Mrd. Euro (2014: 5,935 Mrd. Euro; +6 Prozent).

Ein gutes Konsumklima und das große Innovationspotential beflügeln die Branche des Online- und Versandhandels auch im Jahr 2016. Konservativ geschätzt geht der BEVH von einem Plus von vier Prozent auf 54,5 Mrd. Euro im Interaktiven Handel und einem Plus von 12 Prozent auf 52,5 Mrd. Euro im E-Commerce aus.

„Mit Blick auf die Marktlage, die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das noch nicht ausgeschöpfte Wachstumspotential bestimmter Warengruppen gehen wir weiterhin von einem überdurchschnittlichen Wachstum des Online- und Versandhandels gegenüber dem gesamten Einzelhandel aus. Denn das Volumen des Einzelhandels lässt noch wesentlich mehr E-Commerce zu“, prognostiziert Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des BEVH.

Gemeinsam mit der GIM-Gesellschaft für Innovative Marktforschung führte der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) zum dritten Mal in Folge die Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ durch. Von Januar bis Dezember 2015 wurden 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter von über 14 Jahren telefonisch und per Onlinefragebogen zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen befragt. Alle Umsatzwerte sind inklusive Umsatzsteuer ausgewiesen.

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